Veranstaltungstipps
: Trebnitzer Schloss lockt mit vielfältigem Programm

Das Bildungs- und Begegnungszentrum lädt schon am Dienstag zum ersten Schloss-Gespräch 2020 ein – es geht um den Adel.
Von
Cornelia Link-Adam
Trebnitz
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Markantes Gebäude: Das Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz war früher eine Gutsanlage.

Cornelia Link-Adam

So findet bereits am Dienstag um 19 Uhr in der benachbarten Schmiede das erste Trebnitzer Schloss-Gespräch im neuen Jahr statt – unter dem Titel „Märkischer Adelssitz und ostelbische Gutsherrschaft – Schloss Trebnitz vor 1945“. Wer wissen will, wer vor 1945 hier gelebt hat, ist hier richtig. „Diese Frage bekommen wir von Schlossbesuchern sehr häufig gestellt“, sagt Dariusz Müller, der Leiter der Einrichtung. „Die Zeiten von Adelssitz und Gutsherrschaft endeten hier wie allerorten im Osten Deutschlands zwar bereits vor 75 Jahren, aber nach wie vor faszinieren und beschäftigen uns Aufstieg, Entwicklung und Untergang der märkischen Adelskultur und die mit ihr verbundene landwirtschaftliche Gutsherrschaft. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Entschädigungsforderungen der Hohenzollern, ist auch die Frage von Schuld und Enteignung wieder ein Thema.“

Viadrina-Professoren zu Gast

Als Gesprächsgäste sind Prof. Rita Aldenhoff-Hübinger und Prof. Alexander von Brünneck, beide von der Europa-Universität Viadrina, dabei. Es moderiert Stephan Felsberg. Der Eintritt kostet vier Euro – und nach dem Gespräch wird wieder mit kleinem Buffet zum geselligen Ausklang des Abends eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten unter empfang@schloss-trebnitz.de:empfang@schloss-trebnitz.de:empfang@schloss-trebnitz.de)$

Seit mehr als zwei Jahren erfolgreich läuft zudem die „Akademie der Dorfhelden“ im Schloss. Offen steht sie Akteuren aus dem ganzen Land Brandenburg, die sich im ländlichen Raum einbringen wollen und dafür Hinweise und Fortbildungen brauchen, sich auch vernetzen wollen. Am 17. und 18. Januar findet in der Schmiede die Auftaktkonferenz der diesjährigen „Akademie der Dorfhelden“ statt – unter dem Titel „Blick zurück – Blick nach vorn“. Am Freitag wird von 14 bis 18.30 Uhr auf das Vergangene in 2019 zurückgeblickt: Was lief gut, was waren die Höhepunkte an Veranstaltungen. Dabei erfahren auch Neueinsteiger, welche Formate und Methoden möglich sind. Erwartet wird bei dieser Veranstaltung auch Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport aus der neuen Regierungskoalition, die einen Input geben wird. Der Samstag (9 bis 16 Uhr) wird dann dafür genutzt, anhand des Feedback der Teilnehmer Angebote für das Jahr 2020 entwickeln und Dialogtreffen mit politischen Entscheidungsträgern vorbereiten. Zum Jahresauftakt sind alle eingeladen, jemanden mitzubringen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Park-Putz und Polnisch-Kurse

Darüber hinaus laden Schlossverein und Ortsbeirat alle Parkhelden – und die es werden wollen – zum Arbeitseinsatz in den Park ein. Der findet statt am 25. Januar ab 9 Uhr. Treffpunkt ist am Schloss-Pavillon. Geräte sind mitzubringen, um  den zweiten Rundweg durch Beseitigung von Totholz und Unterwuchs für Spaziergänger sicherer machen. Auch wird Maschendraht um die Bäume angebracht – als Biberschutz.

Da das Bildungs- und Begegnungszentrum seit Jahren auch Beauftragter des Landes für Großpolen ist, gibt es auch Angebote für jenseits der Oder. So finden  vom 28. Januar bis 1. Februar sowie vom 3. bis 7. Februar im Schloss Intensivkurse für Polnisch-Lernende mit Vorkenntnissen statt. Als Clou wird es zum besseren Lernen sogar Yoga-Stunden geben.

Für Sprach-Anfänger wird es einen reinen Sprachkurs im März geben. Zuvor, am 21. und 22. Februar ist im Haus auch eine Fachtagung zu Demokratie und Jugendsozialarbeit, in Kooperation mit der Landjugend sowie mit dem Kreis-Kinder- und Jugendring MOL geplant.

Anmeldung erbeten für die Akademie-Konferenz dringend unter schlueter@schloss-trebnitz.de; für den Rest: empfang@schloss-trebnitz.de:empfang@schloss-trebnitz.de:empfang@schloss-trebnitz.de)$