Weihnachtsmärkte: Seelow rettet das Fest
„Tolle Idee“, freute sich auch Bürgermeister Jörg Schröder, der zuvor schon ein Foto mit Schneeresten vor dem großen Weihnachtsbaum gesehen hatte, sich das Ganze aber nicht erklären konnte. „Das war Seifenschaum“, verriet die ebenfalls strahlende City–Managerin Ilona Höhne. Trotz des immer wieder einsetzenden Regens füllten sich Markt und Kirche immer wieder.
Sich aufwärmen und in Ruhe plauschen konnten Besucher unter anderem in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität, in der Alten Dampfbäckerei sowie im Kinder– und Jugendzentrum „Frizz“, wo ein Weihnachtsmannkollege an beiden Tagen für Fotos zur Verfügung stand. Weitere Geschenkideen gab es unter anderem bei Barbara Brunat vom Erlenhof im Oderbruch. Eine Frau kaufte dort Schafmilchseife für ihre Enkelkinder. Dazu noch entsprechend geformt, sei das Händewaschen seither kein Problem mehr, berichtete sie.
Wer wollte, konnte auch etwas für gute Zwecke tun. Für die Schule im äthiopischen Mekerie gab es in der Kirche einen Basar und im Eingangsbereich standen Abiturientinnen des Bertolt–Brecht–Gymnasiums, die Leseknochen, kleine Taschen, Stirn– und Armbänder sowie Knöpfe gestaltet hatten. Der Erlös fließt in die Organisation des Abiballs. Und am Sonntag meinte es dann sogar noch das Wetter gut mit den Seelowern und ihren Gästen.
Gut geschützt in Gorgast
Die alte Festung des Forts Gorgast bot in diesem Jahr – was für eine wunderbare Konversion militärischer Anlagen — erneut Raum für einen besonderen, einen unterirdischen Weihnachtsmarkt. Gut vor schlechtem Wetter geschützt, strömten hunderte Besucher durch Kasematten und Gänge um zu schauen, zu kaufen und zu genießen. Schon traditionell steuerten Fans besonderen Backwerks dabei wieder zuerst die Backecke der Gemeindemitglieder des Pfarrsprengels Gorgast/Manschnow an. Neben selbst entwickeltem Spritzgebäck — mit Schlagsahne gefüllte Teiggänse — gingen dort leckere Baumkuchenstücke über die Theke. Zu den gut nachgefragten Waren aus der Region gehörten zudem Äpfel, geräucherte Fische, Wildfleischerzeugnisse, Seifen, Korbwaren, Fruchtaufstriche und Honigerzeugnisse. Darüber hinaus gab es kunsthandwerkliche Produkte sowie Textilien, Schuhe, Schmuck, Schwibbögen und Räuchermännchen, aber auch „Trödel–Schätze“. Letztere reichten von Büchern und Spielzeugen über Porzellanartikel und Kochtöpfe bis zu Gläsern und Schüsseln.
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Unter der bewährten Führung des Vereins Fort Gorgast beteiligten sich zahlreiche Manschnower Vereine sowie die Kirchengemeinde und der Jägerstammtisch zur Alten Oder an dem Weihnachtsmarkt. Besonders großer Andrang herrschte in einer Bastelstube. Dort wurden die jüngsten Gäste betreut und mit ihnen kleine Weihnachtsgeschenke wie Papiersterne gebastelt. Am Sonnabend gab es zudem gefeierte Auftritte des Oderbruchchores Manschnow und der Letschiner Chormiezen. Sie ließen neue und bekannte, besinnliche und fröhliche Weihnachtslieder erklingen. Sonntagnachmittag erfreuten der Posaunenchor des Pfarrsprengels und der Chor „anoi cantare“ aus Sachsendorf das Publikum.

