Mehr als 3300 Gründungsinteressierte hat die STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland seit 2004 begleitet., berichtet Rebekka Schween, Standortleiterin des Gründerzentrums Oderbruch mit Sitz in der alten Schule Letschin. Dort finden in regelmäßigen Abständen auch kostenlose Informationsveranstaltungen zum Thema Selbstständigkeit statt. Meist am letzten Donnerstag des Monats und damit das nächste Mal wieder am 29. Oktober, informiert Rebekka Schween.

Unterstützung von Beginn an

An dem Vormittag drehe es sich dann wieder um die Selbstständigkeit als berufliche Perspektive, den formalen Weg zur Gründung und Fördermöglichkeiten beziehungsweise Unterstützung schon ab der Vorgründungsphase. Rebekka Schween nennt die Projekt „young companies“ und Lotsendienst für Existenzgründer als Beispiel. Beide werden durch den Europäischen Sozialfonds und das Land Brandenburg finanziert.
Mit den Informationsveranstaltungen – die auch an den Standorten in Strausberg (am STIC selbst) und Bad Freienwalde (im Schloss) sowie teils per Live-Schaltung bei Facebook angeboten werden – seien alle Interessierten angesprochen, selbst wenn die Gründungsidee noch nicht ausgeprägt ist.

Unternehmerinnen-Netzwerk im Entstehen

Zum Teil haben sich auch Frauen über die STIC Wirtschaftsförderung in die Selbständigkeit begleiten lassen, die sich Ende August erstmals im Coworking in der Alten Schule in Letschin trafen, um das Interesse an einem eigenen Unternehmerinnen-Netzwerk im Oderbruch auszuloten. das zweite Treffen soll am 28. Oktober wieder in Letschin stattfinden. Allerdings bei einer der Unternehmerinnen. „Frauen, die sich für das Netzwerk interessieren, können sich einfach bei mir melden“, erklärt Rebekka Schween. In Strausberg existiert ein solches Netzwerk bereits.

Polnisches Filmteam unterwegs

Anfang September hat ein polnisches Kamerateam, das einen Imagefilm über die Region erstellt, in Letschin Station gemacht. Im Coworking, aber auch in dem erst kürzlich im Ort eröffneten „Hahn im Glück“, in dem Weine sowie kleine Präsente und Leckereien, Kunst sowie Neues und Gebrauchtes angeboten werden. Rebekka Schween spricht von kleinen und noch recht jungen Leuchttürmen, zu denen ebenfalls der Oderbruchwareladen in Bad Freienwalde zählt.
Es gehe darum, Märkisch-Oderland in Polen und vor allem in der Grenzregion präsenter zu machen, kreative Gründer und Ideen vorzustellen, über das Wohnen, Arbeiten und Leben auf deutscher Seite zu berichten. Der Pilotfilm über Müncheberg ist bereits im Internet zu finden.

Youtube

Zunehmend angenommen, so die STIC-Mitarbeiterin, werde in Letschin auch der inzwischen von Sander Bartel aus Kienitz mit einem Graureiher und einem Eisvogel gestaltete Wohnwagen auf dem Hof der Alten Schule. Dieser könne sowohl zum Übernachten als auch zum Arbeiten genutzt werden.

Solarpaneele auf dem Markt

Vorbereitet wird für den 23.  Oktober zudem eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Energiebüro MOL, der regionalen Anlaufstelle für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und E-Mobilität unter dem Dach der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland. Auf dem Letschiner Marktplatz – also direkt gegenüber der Alten Schule – sollen Solarpaneele zur privaten Nutzung vorgestellt werden.