Einkaufen in Berlin-Spandau
: Läden schließen – Spandau Arcaden verlieren Shops

Fünf Shops ziehen sich aus den Spandau Arcaden zurück. Warum sie schließen und womit Kunden jetzt rechnen müssen.
Von
Tanja Römischer
Spandau
Jetzt in der App anhören
Leerstand in den Spandau Arcaden? Das Einkaufszentrum verliert in Kürze fünf Shops

Leerstand in den Spandau Arcaden? Das Einkaufszentrum verliert fünf Shops. Das Center-Management äußert sich.

Tanja Römischer
  • Fünf Läden schließen in den Spandau Arcaden: Gamestop, Depot, Esprit, Zero und Vero Moda.
  • Grund: Wirtschaftliche Schwierigkeiten; Esprit und Depot meldeten 2024 Insolvenz an.
  • Gamestop zieht sich komplett aus Deutschland zurück.
  • Center Management beruhigt: Angebot wird durch andere Händler abgedeckt.
  • Gespräche mit potenziellen Nachmietern laufen, aber Prozesse brauchen Zeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die wirtschaftliche Lage macht auch den Händlern in Berlin-Spandau zu schaffen. Wenngleich sich das Weihnachtsgeschäft durchaus positiv auf die Umsätze auswirkt, sind dennoch einige Geschäfte zur Aufgabe gezwungen. Die Folge: Im stationären Handel steigt die Zahl der Leerstände.

In der Spandauer Altstadt haben sich Kundinnen und Kunden bereits daran gewöhnen müssen, dass Geschäfte keinen neuen Inhaber finden. Doch aktuell sind auch in den Spandau Arcaden immer mehr Schilder mit der Aufschrift „Wir schließen“ zu sehen. Fünf Läden ziehen sich aus den Arcaden zurück.

Wer aus den Spandau Arcaden auszieht

Ausziehen aus den Spandau Arcaden werden Gamestop, Depot, Esprit, Zero und Vero Moda. Fünf Läden, die es damit neu zu vermieten gilt.

Grund zur Sorge besteht aber nicht, ist sich das Center Management sicher. In den Spandau Arcaden gebe es rund 100 Stores, sagte Center Manager Silvan Göde auf Nachfrage. Damit sei das Einkaufszentrum nahezu voll vermietet. Das Angebot der scheidenden Mieter kann den Angaben zufolge durch andere Händler im Haus abgebildet werden.

Das heißt: Wer auf der Suche nach Games ist, wird auch bei Saturn fündig. Kleidung, die zuvor bei Esprit, Zero und Vero Moda gekauft wurde, kommt nun von alternativen Anbietern wie zum Beispiel Street One, TK Maxx und anderen. Dekoartikel können anstatt bei Depot im Nanu-Nana-Store erworben werden. Der Kunde werde den Wegfall des Angebots nicht merken, da die Spandau Arcaden gut aufgestellt seien, erklärte Göde.

Wirtschaftliche Herausforderungen und Schließungen in Spandau

Sind die Mieter erst einmal ausgezogen, stehen die Räume vorerst leer. Selbst wenn ein Interessent in die Spandau Arcaden einziehen möchte, bedürfe dies einer gewissen Vorlaufzeit. Grund: Der Organisationsprozess sowie die individuelle Gestaltung des Interieurs nehme viel Zeit in Anspruch, hieß es.

Den Angaben des Center-Managers zufolge ist die Nachfrage durchaus da. Derzeit liefen Gespräche mit potenziellen Nachmietern. Genauere Angaben wollte Göde dazu nicht machen.

Die fünf betroffenen Stores müssen laut Göde vorwiegend aus wirtschaftlichen Gründen ihren Standort aufgeben. So hatte zum Beispiel das Bekleidungsunternehmen Esprit im Mai 2024 Insolvenz angemeldet. Zwar gibt es einen Investor, dieser will jedoch die Filialen nicht übernehmen.

Gamestop zieht sich aus Deutschland zurück

Auch Depot musste 2024 in die Insolvenz gehen. Die Handelskette will in Eigenverantwortung wieder auf die Beine kommen. Auf dem Weg zur Konsolidierung müssen ausgewählte Filialen geschlossen werden – auch die in Spandau.

Der Videospieleanbieter Gamestop, der vor allem durch seine durch Kleinanleger getriebene  rauschende Börsenrallye Anfang 2021 bekannt geworden war, zieht sich ganz aus Deutschland zurück. Grund sind in erster Linie sinkende Umsätze.