Silvester 2024 in Berlin-Spandau: Böller, Raketen, Feuerwerk – was ist erlaubt?

In Berlin-Spandau stehen zahlreiche Silvesterfeiern bevor. Doch für Partys gibt es bestimmte Regeln, die den Lärm und das Feuerwerk betreffen. (Symbolbild)
Roland Weihrauch/dpa-tmn/dpa- Silvester in Berlin-Spandau: Feuerwerk von 31. Dezember 18 Uhr bis 1. Januar 7 Uhr erlaubt.
- Nachtruhe ab 22 Uhr gilt auch an Silvester, erweiterte Toleranz für Lärm, aber keine Narrenfreiheit.
- Kinder dürfen Feuerwerk der Kategorie 2 nicht zünden, ab 12 Jahren nur Knallteufel erlaubt.
- Keine Böllerverbotszonen in Spandau, Verbote gelten in Mitte, Neukölln, Schöneberg.
- Vorsicht bei Schäden durch Partygäste, Mieter haftet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Jahr geht zu Ende. Damit beginnt die große Vorfreude auf Partys, mit denen sich die Menschen meist krachend und knallend vom alten Jahr verabschieden können. Feiern ist an vielen Standorten in Spandau möglich. Neben kommerziellen Partys stehen auch Zusammenkünfte im privaten Bereich hoch im Kurs.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Im privaten Raum haben Gastgeber die volle Gestaltungsfreiheit. Wer kommt? Wie viele Gäste sollen dabei sein? Was wird gegessen und getrunken? Alles wirkt im heimischen Umfeld so viel persönlicher, und man kann so richtig aus sich herausgehen. Könnte man meinen - was beim Feiern an Silvester erlaubt ist und was nicht.
Silvester-Party in Spandau: Rücksichtnahme auf Nachbarn
Feste haben es für gewöhnlich an sich, dass Menschen zusammenkommen, die sich viel zu erzählen haben, zusammen Musik hören, dazu tanzen und auch singen. Das wirkt sich auf den Lärmpegel aus – und mitunter auch auf die Nerven der Nachbarn. An Silvester jedoch herrscht meist eine Art besondere Nachsicht im Hinblick auf die Lautstärke.
Absolute Narrenfreiheit gibt es aber nicht. Streng genommen ist sogar ganzjährig die Nachtruhe ab 22 Uhr einzuhalten, also auch an Silvester. Das bestätigte Polizeisprecher Martin Halweg auf Nachfrage.
Tatsächlich komme es auch rund um den Jahreswechsel immer wieder zu Lärmbeschwerden. Nach Angaben Halwegs war die Berliner Polizei zum Jahreswechsel 2023/24 in der Zeit von 18 bis 6 Uhr 110 Mal wegen des Verdachts des unzulässigen Lärms alarmiert worden.
Der Deutsche Mieterbund wies auf seiner Webseite darauf hin, dass es überwiegend eine erweiterte Toleranzgrenze für Lärm bei der Silvesterfeier gebe. Dies dürfe aber nicht als Freibrief für ungebremstes Krachmachen verstanden werden, hieß es.
Das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme in Mehrfamilienhäusern bleibe bestehen. Der Tipp des Mieterbundes: Nachbarn sollten bereits im Vorfeld über die Party und den damit erhöhten Lärmpegel informiert werden.
Feuerwerk – was in Spandau erlaubt ist
Insbesondere an Silvester spielt sich die Party nicht nur in der Privatwohnung ab. Wenn sich die Partygesellschaft gegen Mitternacht auf die Straße bewegt, um dort Feuerwerke zu betrachten oder selbst zu zünden, ist Vorsicht geboten. „Verursachen Partygäste Schäden im Haus, muss der Mieter sich in der Regel dieses Verschulden zurechnen lassen und für eine Regulierung gegenüber dem Vermieter aufkommen“, heißt es vom Berliner Mieterverein.
Weitere Regelungen betreffen das eigene Feuerwerk. Wichtig zu wissen: Feuerwerk und Böller dürfen nur vom 31. Dezember um 18 Uhr bis zum 1. Januar um 7 Uhr gezündet werden. Davor und danach ist dies verboten, heißt es auf den Webseiten verschiedener Berliner Bezirksämter. Das gilt übrigens auch für Privatgelände und ist vor allem im entstehenden Lärm begründet.
Wer beim Knallen außerhalb der erlaubten Zeiten von der Polizei erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen. Polizeisprecher Halweg nannte in diesem Zusammenhang ein Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie eine mögliche Geldstrafe.
Sollten Kinder oder Jugendliche bei der Privatparty anwesend sein, so gilt es zu beachten, dass es ein Mindestalter für das Abbrennen von Feuerwerk gibt. Feuerwerke der Kategorie 2, also Raketen, Batterien, Böller usw. gehören nur in die Hände von Erwachsenen. Ab einem Alter von zwölf Jahren kann das alte Jahr aber zum Beispiel auch mit Knallteufeln verabschiedet werden.
Böllerverbot – was in Spandau gilt
Einschränkungen durch ein Böllerverbot müssen Feiernde in Spandau übrigens nicht befürchten. Der Berliner Senat hatte sich bei den Verbotszonen für 2024 auf Bereiche in Mitte, Neukölln und Schöneberg festgelegt. Diese sollen unter anderem Ausschreitungen vermeiden, wie es sie zum Jahreswechsel 2022/2023 gegeben hatte.


