Alarm in Müncheberg: Amoklauf an Oberschule angekündigt – so reagiert die Polizei

An der Oberschule in Müncheberg ist ein Amoklauf angedroht worden. Die Polizei hat sich vor Ort ein Bild gemacht. (Archivbild)
Thomas Berger- Amoklauf an Müncheberger Oberschule für Valentinstag angedroht.
- Drohung auf Mädchentoilette entdeckt; Schriftzug: „Ich laufe morgen Amok! (Valentinstag)“.
- Polizei vor Ort, bewertet die Lage als ungefährlich, sichert aber den Schultag.
- Ermittlungen wegen „Störung des öffentlichen Friedens“ laufen.
- Drohung ist eine Straftat, nicht nur ein Streich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Polizei ist am Donnerstag (13. Februar) zur Oberschule nach Müncheberg gerufen worden. Der Anlass: die Androhung eines Amoklaufs für den Valentinstag am Freitag. Wie ernst ist die Drohung zu nehmen?
Die Drohung war nach Informationen unserer Zeitung am Vormittag auf einer Mädchentoilette in der Oberschule entdeckt worden. Dort hatte jemand zuvor in rötlicher Farbe den Schriftzug „Ich laufe morgen Amok! (Valentinstag)“ hinterlassen. Der Valentinstag ist am Freitag (14. Februar). Die Abbildung der Androhung machte danach auf WhatsApp die Runde. Auch unsere Redaktion erreichte solch ein Foto.
Drohung löst Polizeieinsatz an Schule in Müncheberg aus
Polizeisprecher Roland Kamenz bestätigte den Vorfall auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Beamten seien am Vormittag in die Schule gerufen worden. Einen größeren Einsatz habe dies allerdings nicht ausgelöst. Lediglich ein Streifenwagen sei vorgefahren. Die Polizisten hätten sich ein Bild von der Lage gemacht und mit der Schule das weitere Vorgehen besprochen.
Die Polizei geht nach einer ersten Einschätzung der Lage zwar davon aus, dass den Schülern am Freitag keine Gefahr drohe. „Wir nehmen solche Drohungen aber selbstverständlich ernst und werden den Schultag am Freitag in Müncheberg begleiten und sichern“, kündigte Polizeisprecher Kamenz an. In welcher Form und in welchem Umfang ließ er ausdrücklich offen. Eltern müssten sich aber nicht sorgen, dass ihre Kinder am Freitag einer Gefahr ausgesetzt werden.
Polizei über Androhung in Müncheberg: „Das ist eine Straftat, kein Streich.“
Wer die Drohung auf dem Schulklo hinterlassen hat, ist noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen zum Verdacht der „Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung einer Straftat“ eingeleitet. „Wir sprechen hier von einer Straftat, das ist kein Dummer-Jungen-Streich“, machte der Polizeisprecher deutlich. Sollte die Person, die die Drohung hinterlassen hat, erwischt werden, sei mit einigem Ärger zu rechnen.
Die Oberschule selbst ließ eine Nachfrage zu den Vorfällen am Donnerstag zunächst unbeantwortet. In einem Brief an die Eltern, der in den sozialen Netzwerken kursiert, schreibt die Schule, dass „sie diese Angelegenheit sehr ernst“ nehme. Der Schutz der Schüler habe höchste Priorität. „In solchen Situationen greifen bewährte Notfallpläne.“ Der Unterricht werde am Freitag aber regulär stattfinden.

