Die Zahl der Arbeitslosen ist im Raum Strausberg im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 87 auf 3173 Personen gestiegen. Laut der jetzt veröffentlichten Monatsstatistik der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) waren damit im Bereich der Geschäftsstelle Strausberg 455 Personen mehr betroffen als vor einem Jahr. Im Schnitt waren laut der Übersicht im Vorjahr 3250 Frauen und Männer ohne Job, ein Zuwachs um 13 Prozent gegenüber 2019.
Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen wird für Dezember mit 4,3 Prozent angegeben, ein Zehntelpunkt mehr als im November. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,8 Prozent. Als Jahresdurchschnitt 2020 hat die Agentur eine Quote von 4,5 Prozent errechnet, ebenfalls 0,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Weniger Arbeitslosmeldungen als 2019

671 Frauen und Männer hätten sich im Dezember neu oder erneut arbeitslos gemeldet, 76 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig hätten 587 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendet (-130). Seit Anfang 2020 gab es insgesamt 8584 Arbeitslosmeldungen, ein Minus von 1020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber standen 8113 Abmeldungen (-1752).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist laut Agentur im Dezember um 173 auf 857 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es damit 46 weniger. Arbeitgeber meldeten laut der Übersicht im Dezember 239 neue Jobs, 38 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn seien 2838 Stellen eingegangen (-253).

Odernaher Raum im Kreis mit höheren Quoten

In Seelow gibt es laut dem Monatsreport gegenwärtig 1425 Arbeitslose, 206 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote liegt dort bei 9,1 Prozent nach 7,7 im Vorjahr. Das Stellenangebot ist im Osten des Landkreises mit aktuell 90 bzw. 491 seit Jahresbeginn deutlich geringer als am Berliner Rand.
In Bad Freienwalde ist die Lage ähnlich. 1460 Arbeitslose, 151 mehr als Ende 2019, bedeuten eine Quote von 10,0 Prozent (Vorjahr 8,9). Um die Kurstadt sind momentan 111 Stellen verfügbar, im Jahresverlauf waren es 464.

290 neue Stellenangebote kreisweit

Von den insgesamt 1058 als vakant gemeldeten Stellen in Märkisch-Oderland seien im Dezember 290 neu hinzugekommen, die meisten laut Agentur aus den Bereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (86), Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (71), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (39) sowie Bau, Architektur, Vermessung, Gebäudetechnik bzw. Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus sowie Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht, Verwaltung (je 27).

Berlin

Marco Schulz, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Märkisch-Oderland, hob hervor, dass trotz des neuerlichen Lockdowns vergleichsweise wenige Menschen aus dem Landkreis einen Erstantrag auf Arbeitslosengeld II gestellt hätten. Darunter seien im Dezember 37 Selbstständige und 67 abhängig Erwerbstätige gewesen, die ihr Kurzarbeitergeld aufstocken müssen. Auch wenn persönliche Kontakte im Moment stark eingeschränkt seien, bleibe man telefonisch und online erreichbar. Zudem empfahl er die neu gestaltete Homepage mit Informationen rund um die Jobsuche und Angebote der Behörde. In Kürze werde auch eine Online-Terminvereinbarung möglich sein, stellte er in Aussicht.