Ausflug nach Buckow
: Baden, Schlemmen, Kino – das kostet ein Tag in der Kurstadt

Buckow, Kleinstadt-Idylle am Schermützelsee in der Märkischen Schweiz, bietet Verlockungen für die ganze Familie. Das sind die wichtigsten Tipps.
Von
Thomas Berger
Buckow
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Die Buckower Kleinbahn (hier beim Jubiläum 2023) verkehrt nur am Wochenende auf der fünf Kilometer lange Strecke bis Müncheberg. Dann aber ist das noch ein besonderes Erlebnis. (Archivfoto)

Thomas Berger
  • Buckow in der Märkischen Schweiz bietet Natur, Strandbad, Bootsverleih und Wanderrouten.
  • Rundfahrten mit der historischen „Scherri“ auf dem Schermützelsee ab 10 Euro möglich.
  • Naturpark-Besucherzentrum mit Ausstellungen und Nacht-Rangertouren für Naturfans.
  • Kult-Kino „Parklichtspiele“ zeigt Filme ab 7,50 Euro, seit 2024 unter neuer Leitung.
  • Gastronomie-Highlights: „Eiskörbchen“ mit 16 Sorten Eis, Kuchen und mehr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Märkische Schweiz, ein 205 Quadratkilometer großer Naturpark mit zwei Dutzend Ortschaften inmitten der eiszeitlich geformten Landschaft, ist weit mehr als nur einen Tagesausflug wert. Jede Menge ist dort zu entdecken. Viele Gäste zieht es insbesondere nach Buckow. In einem von Anhöhen umgebenen Talkessel liegen die 1500 Einwohner zählende Kurstadt und gleich mehrere Seen.

Größter und bekanntester ist mit einer Ausdehnung von 137 Hektar der Schermützelsee. Er genießt nicht nur als Badegewässer einen exzellenten Ruf. Er lässt sich auch schön umwandern. Ausflüge mit Booten und Dampfern auf dem Wasser sind ebenso möglich.

„Perle der Märkischen Schweiz“ hat vieles zu bieten

Die „Perle der Märkischen Schweiz“, wie Buckow gern umschrieben wird, ist vieles auf einmal. In der Rosenstadt blüht es farbenfroh an vielen Stellen in Vorgärten, dem Kneipp-Kräutergarten hinter der Touristinfo im „Alten Warmbad“ am Mühlenplatz und auch dem ausgedehnten Schlosspark. Mit seinem Baumbestand im hinteren Teil bietet er sich selbst an heißen Sommertagen für einen abkühlenden Spaziergang an.

Je nach Wetter- und Interessenlage lässt sich bei einem Tag in Buckow vieles an Aktivitäten kombinieren. Da kommen unterschiedliche Altersgruppen und Geschmäcker gleichermaßen auf ihre Kosten.

Ausflugsschiff und Bootsvermietung

Bei hochsommerlichen Temperaturen dürfen ein paar Stunden im Strandbad natürlich nicht fehlen, in dem zur Ferienzeit reger Betrieb herrscht. Wer möchte, kann sich nebenan ein Boot mieten, auch für Eis und Imbiss gibt es ein paar Meter weiter Angebote. Nur wenige Schritte entfernt liegt auch der Anleger der Firma Seetours: Schon seit Jahrzehnten ist Inhaber Wolfgang Katerbau mit seinen Ausflugsschiffen unterwegs, um mit kleineren oder größeren Gruppen Passagiere den See zu umrunden.

Das Buckower Strandbad ist ein warmen Sommertagen rege genutzt. Das Badevergnügen im Schermützelsee lockt vor allem auch zur Ferienzeit.

Thomas Berger

Unter der Woche kommt dabei ein legendäres Wasserfahrzeug zum Einsatz: Die „Scherri“ ist ein ehemaliger Alster-Dampfer, der seit 1992 verlässlich auf dem größten Gewässer der Märkischen Schweiz in See sticht. 1879 in Hamburg auf der Reiherstiegwerft gebaut, ist sie laut Wikipedia das zweitälteste Fahrgastschiff, das in der Bundesrepublik noch im Einsatz ist. Mehrere Ortswechsel und sechs Umbenennungen hat die heutige „Grande Dame des Schermützelsees“ durchlebt.

Früher auf der Trave in Lübeck, später auch Weser, Ems und Nebenflüssen unterwegs, wäre sie beinahe schon mal abgewrackt worden. Bis zu 70 Fahrgäste finden auf ihr Platz. Ob mit ihr oder dem jüngeren Schwesterschiff „Seeperle“ am Wochenende auf Tour – unterwegs geht es unter anderem vorbei am Brecht-Weigel-Haus mit dem großen Garten, dem direkt am See gelegenen Literaturmuseum, das später zu einem Abstecher lockt.

Rangertour in der Nacht

Wer erfahren möchte, wie sich vor mehreren Tausend Jahren beim Rückzug des dicken Eispanzers die heutige einzigartige Landschaft gebildet hat, der kann im Naturpark-Besucherzentrum vorbeischauen. Wenige Schritte vom Eingang ins romantische Stobbertal entfernt und auch Sitz des Teams der Naturwacht-Ranger, bietet es im Erdgeschoss eine vielfältige Entdeckungstour.

Treffpunkt ist das Schweizer Haus ebenfalls zur Rangertour, die am 16. August ab 20.30 Uhr zur „Langen Naturwacht-Nacht“ angeboten wird. Kostenfrei gibt es dann einen zweistündigen Ausflug in die Dämmerung und den nächtlichen Wald, der sich mit allen Sinnen erleben lässt – vom „Bellen“ der Rehe bis zum Aufspüren der zur Jagd ausfliegenden Fledermäuse mittels Bat-Detektor auf Ultraschallbasis.

Reichhaltig ist im Stadtzentrum das gastronomische Angebot. Ob für ein Stück Kuchen zwischendurch oder eine komplette Mahlzeit – insbesondere rund um den Marktbrunnen und ein kleines Stück weiter gibt es jede Menge attraktive Einkehrmöglichkeiten. Kultstatus genießt dabei das „Eiskörbchen“ gegenüber dem Abzweig Schulstraße.

Eis und Kino in Buckow

Schon zu DDR-Zeiten gab es in dem früheren HO-Milchladen kalte Genüsse. Familie Rohsmeisl betreibt das Café samt Straßenverkauf nunmehr seit 35 Jahren. Wer will, kann sich auf einen ganzen Eisbecher niederlassen. Vor dem Fenster steht nicht nur an ganz heißen Tagen eine längere Schlange: 16 Sorten Eis in wechselnder Auswahl sind pro Tag verfügbar.

„Im Frühsommer etwa auch Rhabarber, im Herbst dann Pflaume und Apfel“, wie Juniorchefin Franziska Rohsmeisl auf das jahreszeitliche Sortiment verweist. Das Eiskörbchen (Hauptstraße 7) hat täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Kugel Eis kostet 1,70 Euro.

Felizitas Rohsmeisl mit zwei Eisbechern: Kalte Genüsse gibt es im Buckower Eiskörbchen bei ihrer Familie seit 1990, insgesamt am Standort schon seit DDR-Zeiten.

Thomas Berger

Zum Tagesabschluss lässt sich vielleicht noch in den Parklichtspielen einkehren. Buckows Kino, schon mehr als 80 Jahre alt, ist mehrfach preisgekrönt und eines der letzten Lichtspielhäuser im ländlichen Raum. Erst ein Jahr ist es her, seit ein neues Team auf genossenschaftlicher Basis die Leitung übernahm – und das Rettungswerk in Sachen lokaler Kultur fortführt, das vom einstigen Inhaber Peter Gundlach über die Brüder Philipp und Stefan Grund mit einer notwendigen Modernisierung der Spielstätte nun bis zur nächsten Generation an Film-Enthusiasten reicht.

Ein Tag in Buckow – Preise, Zeiten, Hinweise

  • Eine Rundfahrt auf dem Schermützelsee kostet für Erwachsene 10 Euro, für Kinder bis zwölf Jahre 6 Euro. Die „Scherri“ fährt unter der Woche stündlich (montags 13 bis 17 Uhr, Dienstag bis Freitag 11 bis 17 Uhr). An Wochenenden ist die „Seeperle“ unterwegs, Ablegezeiten sind 11, 12.30, 14, 15.30 und bei Bedarf 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es online unter www.seetoursms.de
  • Der Badespaß am Schermützelsee im Strandbad Buckow (Wriezener Straße 38) kostet für Erwachsene fünf Euro, Kinder kommen für zwei Euro rein. Geöffnet ist bei passendem Wetter täglich von 11 bis 19 Uhr. Im benachbarten Bootsverleih kosten Tretboote zehn, Ruderboote 7,50 Euro pro Stunde. Anfragen und Reservierung: 0172 3215860.
  • Eine Fahrt mit der Buckower Kleinbahn, möglich nur am Wochenende, kostet fünf Euro (Kinder 6 bis 14 Jahre zwei Euro) pro Strecke. Die Hin- und Rückfahrt gibt es für sieben Euro (3,50 Euro). Wer im Buckower Bahnhofsgebäude das Eisenbahnmuseum besuchen möchte (am Wochenende von 10 bis 16 Uhr geöffnet), zahlt zwei Euro (1,50 Euro) Eintritt. Den Fahrplan und weitere Informationen gibt es online unter buckower-kleinbahn.de
  • Das Naturpark-Besucherzentrum hat montags bis freitags jeweils von 9 bis 15 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr in der Lindenstraße 33 geöffnet. Der Rundgang in der Ausstellung „Expedition in die Märkische Schweiz“ ist frei.
  • Kino: Die normalen Ticketpreise in den Parklichtspielen (Wriezener Straße 1) liegen bei 10 Euro, Freitag bis Sonntag ein Euro Wochenendzuschlag. Kinder und Jugendliche zahlen ermäßigt 7,50 Euro. Spielplan und weitere Informationen unter parklichtspiele.de
  • Parkplätze im Stadtzentrum können bei größerem Besucherandrang, gerade am Wochenende, knapp sein. Es empfiehlt sich, den Großparkplatz am Weinbergsweg (nördlicher Stadteingang) zu nutzen und von dort in die Innenstadt zu laufen.