Autohaus in Rüdersdorf: Firmenchef Erkner tritt ab – das sind seine Nachfolger

Sven Erkner, Inhaber und Geschäftsführer vom Autohaus Erkner in Rüdersdorf, setzt sich zur Ruhe. Seine Nachfolge hat er geregelt.
Maria Erkner- Autohaus Erkner in Rüdersdorf: Sven Erkner übergibt Führung an Töchter und Prokurist Denny Kurz.
- Unternehmensnachfolge seit 2011 geplant – Übergabe an fünfte Generation erfolgreich umgesetzt.
- 180 Mitarbeiter an Standorten Rüdersdorf, Strausberg und Fürstenwalde, 30 Auszubildende im Betrieb.
- Fokus auf Digitalisierung, E-Mobilität und papierlose Prozesse – KI wie Voicebots bereits im Einsatz.
- Familienunternehmen bleibt regional verwurzelt und setzt auf Nachwuchsförderung und Innovation.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es kam jetzt nicht plötzlich, sondern wohlüberlegt und lange vorbereitet: Geschäftsführung und Inhaberschaft innerhalb der Erkner-Gruppe wechselten in diesen Tagen. Sven Erkner (63) übergab nun auch notariell die Unternehmensleitung und Gesellschaftsanteile an seine Töchter Maria Erkner, Belinda Erkner sowie an seinen bisherigen Prokuristen und Vertriebsleiter Denny Kurz.
„Ich habe bereits mit 50, also seit etwa 2011, darüber nachgedacht und mit den Vorbereitungen begonnen“, verrät der bisherige Seniorchef. „Denn in vielen Firmen ist die Unternehmensnachfolge ein sehr ernsthaftes Problem. Das wollte ich mir, unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden ersparen“, so Sven Erkner weiter. Was folgte, war ein intensiver und gut sortierter Übergabeprozess.
„Wir sind unserem Vater sehr dankbar für sein Vertrauen, seine Geduld und Genauigkeit, womit er uns step by step in alles einführte, was jetzt und in Zukunft wichtig ist“, erklärt Maria Erkner (39), verantwortlich für Controlling, Datenschutz, IT und Personal im Unternehmen.
Rüdersdorfer Unternehmen bleibt in der Familie
„Wir sind ein klassisches Rüdersdorfer Familienunternehmen“, ergänzt Belinda Erkner (38), die für die weitere strategische Ausrichtung und das Netzwerken zuständig ist, und fügt stolz hinzu: „In der nunmehr fünften Generation ist das Unternehmen erstmalig in Frauenhand.“
Das stimmt so nicht ganz, denn zum Führungs-Dreigestirn zählt auch Denny Kurz (39), der bereits vor über 20 Jahren gleich nach dem Abitur ins Unternehmen kam und damit jetzt quasi mit zur Familie gehört. Er leitet das operative Geschäft, was auch den Service und Vertrieb mit einschließt.

Die nächste und mittlerweile fünfte Generation übernimmt die Geschäfte im Autohaus Erkner: Belinda Erkner (von links), Denny Kurz und Maria Erkner
Benjamin Jehne180 Mitarbeiter arbeiten heute an den drei Standorten Rüdersdorf, Fürstenwalde und Strausberg für die Erkner-Gruppe, deren Ursprung bis in das Jahr 1918 zurückgeht. Darunter sind auch 30 Auszubildende, die hier das praktische Rüstzeug für ihre späteren Berufe Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufleute erlernen. „Wir denken in Generationen, nicht in Geschäftsjahren“, erklärt Belinda Erkner und freut sich über den gelungenen Generationswechsel nicht nur in der Geschäftsführung, sondern ebenfalls innerhalb der Belegschaft. „Wir haben hier kein Fachkräfteproblem, eben weil wir schon immer in unseren eigenen Nachwuchs investieren“.
Maria Erkner denkt auch, dass junge Leute sich von gut digitalisierten und innovativen Arbeitgebern angezogen fühlen: „Ob in der Personalverwaltung, bei der Fahrzeugdokumentation, in der Buchhaltung oder im Marketing: Bei uns ist längst so gut wie alles papierlos und vorzugsweise elektronisch strukturiert. Auch KI zieht bei uns ein, zum Beispiel als Voicebot für unsere Hotline.“
Autohaus Erkner: Spagat zwischen Tradition und Moderne
Zu den Herausforderungen zählen Belinda Erkner und Denny Kurz die Transformation zur E-Mobilität und den Spagat zwischen Tradition und Moderne: „Wir schätzen das Alte wirklich sehr und sind aber zugleich auch modern“, sagt Belinda Erkner. Dies sei ein hoher Anspruch, dem sich die drei im Geschäftsalltag immer wieder neu stellen.
Zur Verantwortung für die Mitarbeiter und die Heimatregion zählt mit Sicherheit auch ihr persönliches Engagement im Gewerbeverein Rüdersdorf sowie in der IHK-Vollversammlung.
