Es ist fünf Uhr am Samstagmorgen, als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Rüdersdorf, Hennickendorf und Herzfelde durch ihre Pieper und die Sirene geweckt wurden. Grund für den Alarm am frühen Morgen war ein Verkehrsunfall auf dem Schienennetz der Cemex. Demnach sollen zwei Loks frontal zusammengestoßen sein, die Fahrer noch in den Loks eingeschlossen. Erst als die Kameraden vor Ort eintreffen, wird klar, dass es sich hierbei um eine gut organisierte Übung handelt.
Ein Verletzter ist aus der Lok geborgen worden.
Ein Verletzter ist aus der Lok geborgen worden.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Mitarbeiter der Cemex und der MEG, die für den Zugbetrieb zuständig sind, sowie Einsatzkräfte der DLRG sind bereits vor Ort. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Vogelsdorf rückten zusätzlich mit einem Einsatzleitwagen an, dieser würde im Ernstfall auch zum Einsatz kommen. Für die Einsatzkräfte war die Übung besonders herausfordernd, denn es galt die Verletzten aus den hohen Loks zu befreien und über unwegsames Terrain aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
Die Verletzten mussten über unwegsames Gelände abtransportiert werden.
Die Verletzten mussten über unwegsames Gelände abtransportiert werden.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Trotz aller Schwierigkeiten konnte die Übung nach rund zwei Stunden erfolgreich beendet werden. Unfälle dieser Art passieren zwar so gut wie nie, ganz unwahrscheinlich sind sie dennoch nicht. Wie ein Mitarbeiter der Cemex nach der Übung verrät, gab es im Jahr 2001 einen ähnlichen Vorfall mit schwerem Ausgang.