Spende in Rüdersdorf: Warnung vor Spendenaufruf im Namen des Krankenhauses

Die Immanuel Klinik Rüdersdorf ist einer der größten Arbeitgeber der Region und verantwortet als Universitätsklinikum die Ausbildung neuer Mediziner. Jetzt sah sie sich im Fokus einer Betrugsmasche. (Archivbild)
Uwe Spranger- Betrugsversuche in Rüdersdorf: Falsche Flyer rufen zu Spenden für Klinikpersonal auf.
- Klinik warnt: Keine Spendenaufrufe per Brief oder Handzettel, Missbrauch des Kliniknamens.
- Spenden nur über den offiziellen Förderverein, z. B. für das Projekt „Clown-Visite“.
- Klinikleitung rät: Keine Spenden an unbekannte Empfänger, bei Zweifel Polizei informieren.
- Zunahme von Betrugsfällen im Berliner Umland, u. a. durch gehackte Bankdaten und Social-Media-Profile.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nicht selten machen sich Betrüger und Betrügerinnen einen guten Namen zunutze, um so an Geld zu gelangen. So wurde es auch in einem aktuellen Fall aus Rüdersdorf bei Berlin vermutet. Dort und in näherer Umgebung werden in den vergangenen Tagen offenbar Briefe oder Handzettel verteilt, die zu Spenden für das Personal der Immanuel Klinik Rüdersdorf aufrufen.
Über dem Foto der Klinik heißt es auf den Flyern „Ein Dankeschön ans Krankenhauspersonal“ und „Spende jetzt! Dein Beitrag kann einen großen Unterschied machen“; per QR-Code soll die finanzielle Zuwendung dann überwiesen werden.
„Wir warnen ausdrücklich: Diese Spendenaufrufe sind nicht echt. Es handelt sich um eine Betrugsmasche“, teilte Kliniksprecherin Lydia Gabriela Stübler zunächst mit. Inzwischen stehe fest, dass ein junger Mann hinter der Spendensammlung steht, der sich selbst beim Krankenhaus gemeldet hat. „Der engagierte Rüdersdorfer hat hier ohne Abstimmung eine Crowdfundingaktion gestartet, in der er leider alle Zutaten des vermuteten Betrugsversuches nutze“, so Stübler weiter.
Klinik bittet nicht per Brief oder Handzettel um Spenden
Ganz unmissverständlich stellt sie klar: „Die Immanuel Klinik Rüdersdorf bittet niemals per Brief oder Hauswurfsendung um Spenden.“ Die aktuellen Spendenaufrufe wurden nicht von der Klinik beauftragt; das weitere Vorgehen werde jetzt mit dem Spendensammler besprochen.
Die Kliniksprecherin weist darauf hin, dass die Arbeit sowie die Patientinnen und Patienten ausschließlich über den offiziell eingetragenen Förderverein der Immanuel Klinik Rüdersdorf unterstützt werden können, der über seine eigene Homepage erreichbar ist.
Dort ist auch klar aufgelistet, für welche Zwecke die Spenden gedacht sind. Etwa für das Spendenprojekt Clown-Visite. Dabei werden junge Patientinnen und Patienten der Kinder- und Jugendmedizin von einem Clown am Krankenbett besucht, der ihnen ein Lachen entlockt, aber auch Trost und Zuversicht spenden soll. Die Aktion wird ausschließlich über Spendengelder ermöglicht, heißt es vom Förderverein.

Auschnitt des Handzettels mit dem nicht abgestimmten Spendenaufruf, der derzeit in Rüdersdorf bei Berlin und Umgebung verteilt wurde.
Lydia Gabriela StüblerDer Rat der Rüdersdorfer Klinikleitung bleibt bestehen: „Bitte geben Sie keine Spenden an unbekannte oder nicht verifizierte Empfänger weiter und informieren Sie im Zweifel die Polizei.“
Betrugsmaschen vermehrt in der Region aufgeflogen
Zuletzt sind im Speckgürtel von Berlin vermehrt Betrugsmaschen aufgeflogen. So hackten Kriminelle unter anderem Social-Media-Profile und versendeten gefälschte Nachrichten, um ihre Opfer zur Eingabe von Handynummern und Codes zu bringen. Über Handyrechnungen erfolgten dann unautorisierte Zahlungen, teils in Höhe von mehreren Hundert Euro.
Ein Rentner in Werneuchen entdeckte zudem eine unberechtigte Abbuchung von 96 Euro für ein angebliches E-Book-Abo auf seinem Kontoauszug, nachdem eine betrügerische Firma ohne seine Zustimmung per Lastschrift abgebucht hatte. Vermutlich nutzten die Täter gehackte Bankdaten oder erschlichen sich diese telefonisch.
