Es war ein Duschvorhang, der lichterloh in Flammen stand und am Abend des 26. April, gegen 19 Uhr, die Feuerwehren aus Rüdersdorf, Herzfelde und Woltersdorf auf den Plan gerufen hat. Im Bad eines Patientenzimmers der Abteilung für Psychiatrie der Immanuel Klinik Rüdersdorf war ein Feuer ausgebrochen, welches die Patientin wohl selbst gelegt hatte. „Daraufhin löste die Brandmeldeanlage aus“, sagt Manuel Przybylski, Ortswehrführer in Rüdersdorf. Die Kameraden aus Woltersdorf waren zuerst am Brandort. Wegen der Baustelle in der Waldstraße, so Przybylski, trafen die Rüdersdorfer Wehren kurze Zeit später ein.

Wie hat das Pflegepersonal reagiert?

„Wir mussten nur noch Restlöscharbeiten durchführen“, sagt Danny Lange, Wehrführer in Woltersdorf. Die Flammen waren vom Pflegepersonal mit einem Feuerlöscher bereits erstickt und die Patientin aus dem Zimmer gerettet worden. „Allen geht es glücklicherweise gut“, sagt Klinik-Sprecherin Lydia Stübler am nächsten Tag. Zwei Mitarbeiterinnen sowie die Patientin wurden mit einer leichten Rauchvergiftung in der Rettungsstelle behandelt.

Patienten und Mitarbeiter wurden evakuiert

Aufgrund der starken Rauchentwicklung die brennendes Plastik mit sich bringt, haben die Einsatzkräfte vor Ort unter Atemschutz das Patientenzimmer und Nachbarräume mit einem Turbo-Lüfter belüftet.
Feuerwehr im Einsatz: In der Immanuel Klinik in Rüdersdorf hat eine Patientin ein Feuer gelegt.
Feuerwehr im Einsatz: In der Immanuel Klinik in Rüdersdorf hat eine Patientin ein Feuer gelegt.
© Foto: Lydia Stübler
Die Station wurde während des Einsatzes der Feuerwehren für anderthalb Stunden evakuiert. Er habe zudem angeordnet, die Betten der gesamten Station neu zu beziehen, sagt Danny Lange. Das Zimmer, in dem es gebrannt hat, sowie Nachbarzimmer wurden aufgrund der starken Geruchsbelastung vorübergehend gesperrt.
Die Vorgaben für den Brandschutz in psychiatrischen Einrichtungen sind besonders streng. Trotzdem könne es Vorfälle geben, weil gar nicht vorhersehbar sei, was sich die Patienten alles einfallen lassen, sagt die Sprecherin. „Gerade deswegen ist es wichtig, dass die Mitarbeiter in der Hinsicht gut geschult sind und ein wachsames Auge haben.“