Carnevalclub
: 40 Jahre und so jung wie eh und je

Mit einer imposanten Gala im Volkshaus haben die Karnevalisten des ECC ihren 40. Vereinsgeburtstag gefeiert.
Von
Thomas Berger
Strausberg
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  • Gardemedley: Ein solcher gemeinsamer Auftritt aller drei Altersklassen von Jugend über Junioren bis Ü15 ist auch „Exportschlager“, immer wieder bei „Heut’ steppt der Adler“ des rbb-Fernsehens gefragt.

    Gardemedley: Ein solcher gemeinsamer Auftritt aller drei Altersklassen von Jugend über Junioren bis Ü15 ist auch „Exportschlager“, immer wieder bei „Heut’ steppt der Adler“ des rbb-Fernsehens gefragt.

    Thomas Berger
  • „Phantasiezirkus“: Die Darbietung zum gemischten Schautanz war inspiriert vom Kinohit „The Last Showman“.

    „Phantasiezirkus“: Die Darbietung zum gemischten Schautanz war inspiriert vom Kinohit „The Last Showman“.

    Thomas Berger
  • Ulknudel mit Kult-Status: Auch Erna hatte einen Gastauftritt.

    Ulknudel mit Kult-Status: Auch Erna hatte einen Gastauftritt.

    Thomas Berger
  • Zehn aktive und ehemalige Tanzmariechen vereint: Dieses Medley war einer der besonderen Höhepunkte des Gala-Abends.

    Zehn aktive und ehemalige Tanzmariechen vereint: Dieses Medley war einer der besonderen Höhepunkte des Gala-Abends.

    Thomas Berger
  • Große Gratulantenschar: Uwe Bahr (r.), Präsident des NCC aus Neuenhagen-Insel, bei seinem Amtskollegen Gunnar Bramann (3. v. r.) und anderen ECC-Mitgliedern.

    Große Gratulantenschar: Uwe Bahr (r.), Präsident des NCC aus Neuenhagen-Insel, bei seinem Amtskollegen Gunnar Bramann (3. v. r.) und anderen ECC-Mitgliedern.

    Thomas Berger
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Riesengroß war die Schar der Gratulanten. Nicht nur Rainer Seltmann als einziger der noch lebenden „Gründerväter“ des Vereins von 1979 und etliche andere Ehemalige wie Helga Colberg, Witwe von Co–Gründer Ernst–Werner Colberg, der 26 Jahre als Präsident an der Spitze stand, sowie der langjährige Büttenredner „Fietje“ Jendreizik, sondern auch jede Menge Abgesandte befreundeter Vereine kamen. „Das Oderbruch ist leergefegt“, sagte scherzhaft die Delegationsführerin des AKC aus Altreetz, zu dem sich allein aus Märkisch–Oderland fast alle übrigen gesellten: Falkenberg, Neuenhagen–Insel, Neulewin, Wriezen, Bad Freienwalde, Neuhardenberg, der HSCC sowie die unmittelbaren Nachbarn, die RKG aus Rüdersdorf und der NKC aus Neuenhagen. Dazu Woltersdorfer, Babelsberger und Gäste aus Berlin–Lichtenberg sowie Marion Classen, Präsidiumsmitglied des Landesverbandes KVBB.

Neben all den Glückwünschen und Geschenken, die er da entgegennehmen durfte, erinnerte ECC–Präsident Gunnar Bramann gleich zum Einstieg in das viereinhalbstündige Mammutprogramm an wichtige Wegmarken der zurückliegenden 40 Jahre. Dazu gehörten häufige Ortswechsel: War zu DDR–Zeiten erst einmal das „Gesellschaftshaus“ Vereinsdomizil für die Auftritte, ging es nach der Wende vorübergehend ins Kulturhaus, 1997 in den neu eröffneten Landgasthof, dann 2001 für zehn Jahre bis zu dessen Schließung in den Klub am See nach Strausberg. Und bevor nun das Volkshaus ab 2013 neue Heimstätte wurde, gewährte auch noch der Ku–Stall gleich nebenan zwei Jahre lang „Asyl“.

Bewährt hat sich das Moderatorenduo — Sybille Künkel, seit 37 Jahren im Verein aktiv (auf mehr bringt es nur Männerballettchef Sven Sydow), und Matthias Luttmer sind ein eingespieltes Team. Und er wurde bei der Jubiläumsgala vor zehn Jahren mit diesem Talent sogar vom rbb–Fernsehen entdeckt, das ihn — zunächst ersatzweise, dann dauerhaft und nun schon das elfte Mal — zum Moderieren von „Heut’ steppt der Adler“ holte. Im Programm der großen TV–Karnevalsshow ist der ECC auch mit seinen Garden und mehr immer wieder präsent.

Ja, groß ist die Zahl der Talente im Verein, und was da am Sonnabend speziell für die Gala auf die Bühne gebracht wurde, alles nur für diesen einen Abend extra einstudiert, war wieder einmal der beste Beweis dafür. Sozusagen in einem „Best of“ hatten Männerballett, Damen– und Juniorenschautänzer jeweils noch einmal die schönsten Tänze der vergangenen Jahre hervorgekramt und neu arrangiert. Dazu kam das nicht minder mit tosendem Applaus bedachte Gardemedley mit Mitwirkenden aller drei Altersgruppen.

Vielleicht das i–Tüpfelchen war jedoch der gemeinsame Auftritt von gleich zehn Tanzmariechen, einige schon längst nicht mehr aktiv oder beim Verein. Um Nachwuchs in diesem Bereich muss dem ECC ebenfalls nicht bange sein, zeigen junge Talente, die erst jüngst bei der Landesmeisterschaft schon mit aufliefen und Erfolge holten. Mini–Mariechen Leni (5), die sich noch mit einer umjubelten Solo–Darbietung anschloss, kommt allerdings aus Blankenfelde — mitgebracht von ihrer Oma, der aus dem „Adler“ bekannten, Kultstatus genießenden Ulknudel Erna. Sie bereicherte mit allerlei verbalem Zwerchfellkitzel als Überraschungsgast ebenso das Programm wie das Gesangs–Stimmungsduo René Gericke und Justin Lehmann–Friese vom LCV aus Lehnin.

Gesang hat aber auch der ECC selbst zu bieten. Angefangen mit den Narren Sisters, von zwei auf vier Damen angewachsen, kam vor 15 Jahren das Herrentrio „Die 3 Töne“ dazu. Und inzwischen gibt es eine Nachwuchsformation, die sich vor wenigen Jahren von ECC–Zicken in „Fancy Free“ umbenannt und neu aufgestellt hat. Nicht fehlen in all dem bunten Trubel durften gemischter Schautanz mit „Phantasiezirkus“ und die Sketchgruppe. Und auch der spät eingetroffene Doppeldorf–Bürgermeister Marco Rutter gratulierte dem Verein, der im Ort einen festen Platz habe und ganz oft eine verlässliche Hilfe sei.