Im Landkreis Märkisch Oderland haben sich zwei weitere Menschen mit der britischen Mutation des Coronavirus infiziert, teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Damit sind nun vier Fälle der neuen Viruslinie B.1.1.7 in der Region bekannt. Sie gilt als deutlich ansteckender als die Ursprungsvariante.
Unter den Infizierten mit B.1.1.7 ist eine Krankenschwester, die sich in ihrem Berliner Arbeitsumfeld angesteckt hat. Auch eine weitere Person hat sich bei der Arbeit im Krankenhausumfeld das Virus eingefangen. Sie und ein weiterer Erkrankter stammen aus der Nähe von Berlin. Bei einem weiteren Fall handele es sich um einen Mann, der zwar im Landkreis gemeldet, aber woanders getestet worden ist, erläuterte Kreissprecher Thomas Berendt.
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Hoppegarten

Die Nachverfolgung habe insgesamt elf Kontaktpersonen ergeben, die sich nach neuer Verordnung zur Corona-Mutation für 14 Tage in häuslicher Quarantäne befinden. Bei einigen liegen die Ergebnisse der PCR-Tests noch nicht vor. Thomas Berendt erklärte, die Personen dürften die Isolation erst bei einem negativen Testergebnis verlassen.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter leicht an

Insgesamt sind dem Gesundheitsamt 19 Neuinfektion im Vergleich zum Vortag gemeldet worden. Seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet der Landkreis 4084 Ansteckungen mit dem Coronavirus. Aktiv erkrankt sind laut aktueller Statistik derzeit 244 Personen.
Eine weitere Person ist im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, die Zahl der coronabedingten Todesfälle ist damit im Landkreis auf 210 angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist mit 65,4 leicht höher als am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt berechnet hat. Der Wert sagt aus, wie viele sich pro 100.000 Einwohner in einer Woche anstecken.
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