Das Schermützel
: Heimisch in der Bibliothek

Das neueste Abenteuer des kleinen Drachen vom Seegrund in Buckow verschafft einem traurigen Gespenst ein neues Zuhause.
Von
Gabriele Rataj
Buckow
Jetzt in der App anhören
  • Das haben wir gemacht: Diese jungen Autoren, Zeichner und Fotografen aus der Kneipp-Grundschule Buckow haben in der Projektwoche ein neues Abenteuer des Drachen Scherry vom Grund des Schermützelsees geschrieben. An einem der Schauplätze der Handlung, in der Stadtbibliothek im Antiquariat von Frank Witte, zeigen sie stolz ihr Werk.

    Das haben wir gemacht: Diese jungen Autoren, Zeichner und Fotografen aus der Kneipp-Grundschule Buckow haben in der Projektwoche ein neues Abenteuer des Drachen Scherry vom Grund des Schermützelsees geschrieben. An einem der Schauplätze der Handlung, in der Stadtbibliothek im Antiquariat von Frank Witte, zeigen sie stolz ihr Werk.

    MOZ/Gabriele Rataj
  • Scherry: Das ist das sympathische Schermützelsee-Ungeheuer im Original auf dem Seegrund.

    Scherry: Das ist das sympathische Schermützelsee-Ungeheuer im Original auf dem Seegrund.

    Günter Beator
1 / 2

Sie sind wieder durch den Schlosspark zur städtischen Bib­liothek gelaufen. Im Antiquariat von Frank Witte haben sich die kleinen Autoren, Fotografen und Zeichner aus der Scherry-Projektgruppe der Buckower Kneipp-Grundschule getroffen und haben ihr gemeinsames Werk mitgebracht: den Sonderband 2 aus der Reihe „Das Schermützel“ – entstanden als eines von mehr als 15 Vorhaben mit Lehrern, Eltern oder engagierten Ehrenamtlichen in der diesjährigen Projektwoche.

„Kneipp mit allen Sinnen“ lautete deren Motto. Da es dabei natürlich auch um Wasser, Kurpatienten, Gäste und Gesundheit ging, passte auch die schon seit Längerem laufende Zusammenarbeit des ortsansässigen beator! Verlags mit der Grundschule dazu. Mit seiner Kinderbuch-Reihe über das Schermützel liefert dieser nicht nur eine sinnreiche Ergänzung der Souvenir-Schiene im Kneippkurort, sondern versucht zugleich Schüler einzubinden und Identifikation mit ihrem Ort und seiner Geschichte und Umgebung zu unterstützen.

Das neueste Abenteuer des kleinen Seeungeheuers aus dem Schermützelsee, von seinen Freunden kurz Scherry genannt, haben die Nachwuchskünstler zusammen mit der ehrenamtlich tätigen Projektleiterin Carina Bunt sowie mit malerischer und musikalischer Unterstützung von Günter Beator fertiggestellt.

Das Antiquariat, in dem auch die städtische Bibliothek untergebracht ist, gehört zu den Schauplätzen des jüngsten Scherry-Abenteuers, das sie gemeinsam ersonnen und dabei gleich noch einiges über die Geschichte Buckows erfahren haben. Wen wundert’s, wenn es um Gutfried, das traurige Gespenst, geht, dem das Flemingsche Schloss aus dem Park abhanden gekommen ist und für das ein neues Zuhause benötigt wird.

Luna Blue, Maximilian Red, Max Green, Lotos Green, Flauipaui Kuschelkatze, Stella Malene Weisa, Batman und Schütti Junior – diese Künstlernamen haben sich die acht Zweit-, Dritt- und Viertklässler gegeben – sind bei der Asylsuche fündig geworden. Wo sollte ein heimatloses Gespenst denn auch besser hinpassen als zwischen zwei Buchdeckel in abenteuerliche, spannende, lustige Geschichten? Und wo sind die zu finden? Beim Gang durch den Schlosspark zur Bibliothek im Antiquariat.

Dort haben die Kneipp-Grundschüler die gebastelten Gespenster hingebracht, Fotos für den Sonderband 2 sind entstanden, ganz nebenbei entdeckten die Kinder wiederum Bücher, die Antiquar Frank Witte sogar kostenlos ausleiht. Sie entdeckten das Buch, von dem Malene die 16-jährige Elisabeth von Flemming für die Illustrationen im Scherry-Büchlein abmalte. Sie konnten sich das nicht mehr vorhandene Schlossgebäude auf einem Foto anschauen, wissen jetzt, warum sich mitten im Park ein Hügel erhebt. Damit auch die nächsten Schüler davon erfahren können, sponsert der Schulförderverein eine Ausgabe für jeden Schulanfänger 2019/2010.

Bibliothek im Antiquariat

Das Antiquariat von Frank Witte hat dem Medienbestand der Stadtbibliothek freundlicherweise Asyl gewährt und erhält dafür eine jährliche Pauschale aus dem Stadthaushalt. Regelmäßige Öffnungszeiten und kostenlose Ausleihe gehören zu den Angeboten. Die mittlerweile enge Zusammenarbeit mit der Grundschule über Familie Beator soll weiterhin  regelmäßige Klassen-Einführungen in die Bibliothek, später auch Lesungen und Ähnliches ermöglichen. Ein Runder Tisch mit Partnern ist geplant. ⇥rj