Defektes Kabel: Eggersdorf ist zwei Stunden lang ohne Strom

Stromausfall: Bei vorangegangenen Bauarbeiten war eine Stromleitung in Eggersdorf beschädigt worden (Symbolbild).
Daniel Naupold/dpaWie die E.dis–Pressestelle auf MOZ–Nachfrage mitteilte, umfasste die Störung ausschließlich den Ortsbereich Eggersdorf, wo sieben Trafostationen ab etwa 0.30 Uhr betroffen waren. „Die Einsatzkräfte des Versorgers waren unverzüglich vor Ort, um die Schadensstelle zu orten und die Störung zu beheben. Wie sich bei den Untersuchungen herausstellte, war die Ursache eine Vorbeschädigung eines unterirdischen 10–kV–Mittelspannungskabels, offenbar aufgrund von vorausgegangenen Bauarbeiten durch Dritte“, heißt es. Solche Schäden können teilweise auch Jahre zurückliegen.
Genaue Lokalisierung nötig
Gegen 2.40 Uhr war die Stromversorgung wieder komplett hergestellt, „so dass wahrscheinlich nur wenige betroffene Kunden den nächtlichen Ausfall erlebt haben“. Um die Fehlerstelle genau lokalisieren zu können, mussten einzelne Trafostationen zwischenzeitlich vom Netz genommen werden, womit sich die fortgesetzten Unterbrechungen in dem Zeitraum erklären. „Nur durch solche sogenannten Eingrenzungsschaltungen lässt sich der betroffene schadhafte Abschnitt bestimmen. Der Austausch des beschädigten Kabels erfolgt zeitnah durch unsere Monteure“, informiert Pressesprecher Horst Jordan. Derartige Störungen von über zwei Stunden seien im gut ausgebauten E.dis–Netz in der Region eher selten, ließen sich aber nicht ganz ausschließen. Man bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Die E.dis investiert jedes Jahr etwa 100 Millionen Euro in ihre Netze, die eine Leitungslänge von rund 80 000 Kilometern haben, also zweimal um den Äquator reichen würden. Rund 1,3 Millionen Haushalte, Gewerbe– und Industriebetriebe sind an dieses Netz angeschlossen. Die E.dis AG mit ihrer Tochter E.dis Netz GmbH ist einer der größten regionalen Energienetzbetreiber Deutschlands, hat 2500 Mitarbeiter einschließlich rund 150 Azubis.