Demo in Märkisch-Oderland
: Corona-Spaziergänger in Strausberg und Fredersdorf halten sich nicht an Regeln

In Strausberg und Fredersdorf haben sich am Sonntag unangemeldet Menschen getroffen, um ihre Meinung zu den Corona-Regeln kundzutun. Die Polizei registrierte mehrere Verstöße.
Von
MOZ
Strausberg/Fredersdorf
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Zu zwei unangemeldeten „Spaziergängen“ in Strausberg und Fredersdorf musste die Polizei am Sonntag ausrücken (Symbolbild).

Thomas Frey/dpa

Die Proteste gegen Corona-Maßnahmen beschränken sich in Märkisch-Oderland nicht mehr auf den Montagabend, an dem sich üblicherweise Menschen zu Spaziergängen getroffen haben. Laut Polizeiangaben gab es zwei nicht angemeldete Versammlungen am Sonntag, 9. Januar, in Strausberg und Fredersdorf.

In Strausberg kamen Nachmittag ungefähr 15 Personen auf dem Markt zu einem „Spaziergang“ zusammen. „Sie trugen Westen mit Aufschriften ,Grundrechte sind nicht verhandelbar’ und ,Nein zur Maskenpflicht’“, so die Polizei.

Auf Nachfrage der Polizei stellte sich vor Ort niemand als Versammlungsleiter zu Verfügung, womit gegen das Versammlungsgesetz verstoßen wurde. Außerdem sind laut der Polizei bei dem Treffen die Vorschriften der Eindämmungsverordnung nicht eingehalten worden. Von elf Personen wurden die Identität festgestellt.

22 Teilnehmer in Fredersdorf

In Fredersdorf kamen am Abend dann 22 Personen am Rathaus zusammen. Auch während dieses „Spaziergangs“ konnte kein Versammlungsleiter gefunden werden. Nur zwei Versammlungsteilnehmer trugen jeweils einen Mund-Nase-Schutz. Die Polizei konnte bei acht Personen die Identitäten feststellen.

In allen Fällen werden die Personalien an den zuständigen Landkreis weitergeleitet, um die Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung sanktionieren zu können.