Deponiepläne: Gespräch über die ehemaligen Tongruben

Berg mit Wanderwegen: Die HKV hat der neuen Bürgermeisterin ihr Projekt "Grüne Erlebniswelt" detailliert vorgestellt. Im Hintergrund der Stienitzsee.
Gerd MarkertWeitere Treffen angeboten
Die Gastgeber von der Herzfelder Kreislaufwirtschafts– und Verwertungs GmbH (HKV) hielten sich nach dem Treffen mit Aussagen zu Inhalten eher bedeckt. „Das Gespräch diente dem gegenseitigen Kennenlernen“, teilte Katarina Magasch für das Unternehmen auf Anfrage mit. Man habe die Möglichkeit begrüßt, „unser Vorhaben, das sich unserer Auffassung nach gut in die Planungen der Gemeinde Rüdersdorf einbeziehen lassen könnte, detailliert vorzustellen. Unseres Eindrucks nach konnten wir dabei auch einige Missverständnisse ausräumen.“ Darüber hinaus sei angeboten worden, das von HKV selbst mit der Bezeichnung „Grüne Erlebniswelt Herzfelde“ laufende Projekt bei Bedarf auch in Ausschüssen und Gremien der Gemeinde vorzustellen bzw. zu erläutern. Auch für sich anschließende Gespräche stehe die Firma gern zur Verfügung.
Sabine Löser äußerte ebenfalls, dass weitere Treffen vereinbart seien, um weiter Informationen auszutauschen. Die Firma habe offenbar gehofft, sie könne die Gemeinde für das Projekt interessieren, resümierte sie. Es gebe aber nach der ersten Vorstellung des Projekts vor etwa drei Jahren eine andere Aufgabe an die Verwaltung und eben auch einen Gemeindevertreterbeschluss, dass es wegen der zu erwartenden Belastungen durch Lärm, Verkehr, Staub und die Grundwasserproblematik in Herzfelde keine Deponie geben solle. Auch im Flächennutzungsplan sei kein Berg vorgesehen, sondern eine Auffüllung bis auf Geländeniveau etwa der Bundesstraße. Ihr seien von HKV die beiden Varianten bis zum Abschluss der Bergbautätigkeit auf dem Gelände der ehemaligen Tongruben erläutert worden, inklusive der Zeithorizonte.
Wie bereits von Ausschüssen angesprochen, kritisierte auch die neue Bürgermeisterin, dass das Land keine klare Vorgabe gebe, ob und wo Deponien benötigt würden, sondern das Problem auf kommunaler Ebene lasse. So müsse sich die Gemeinde mit den Eigentümern streiten, die natürlich ein Interesse hätten, ihre Flächen möglichst gut zu vermarkten.