Einbruch in Brandenburg: So kann man sein Eigentum vor Einbrüchen schützen

Im Bereich der Polizeidirektion Ost steigt die Zahl der Einbrüche: Die Polizei rät zur Achtsamkeit und gibt Tipps, wie man sich schützen kann. (Symbolbild)
Philipp von Ditfurth/dpa- Polizei verzeichnet Anstieg von Einbrüchen in Brandenburg – Fokus auf Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree.
- Täter dringen oft tagsüber ein – bevorzugt durch Fenster und Terrassentüren.
- Polizei rät zu Schutzmaßnahmen: Fenster/Türen abschließen, Fenstersicherungen, Alarmanlagen nutzen.
- Bürger sollen verdächtige Personen/Fahrzeuge sofort melden – Hinweise oft entscheidend für Ermittlungen.
- Kostenlose Beratung zum Einbruchschutz durch Polizei – Infos auf dem Internetportal der Polizei Brandenburg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erneut ist es im Gebiet der Polizeidirektion Ost zu einer ganzen Reihe von Einbrüchen gekommen. Allein am 5. November wurden den Beamten mehrere Taten aus den Landkreisen Oder-Spree und Barnim gemeldet. Die Polizei prüft nun, ob zwischen den einzelnen Vorfällen Verbindungen bestehen. Aufgrund der steigenden Zahl an Einbrüchen in der dunklen Jahreszeit rät die Polizei zur Achtsamkeit.
Unter anderem drangen Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag (5. November) in Woltersdorf in ein Wohnhaus in der Berliner Straße ein. Die Täter beschädigten eine Tür und hinterließen einen Schaden von mehreren Tausend Euro.
In Erkner sind gleich zwei Grundstücke betroffen gewesen. Im Gottesbrücker Weg wurden auf einer Baustelle Container aufgebrochen und durchwühlt, mutmaßlich wurden Werkzeuge entwendet. In der Fürstenwalder Straße bemerkte ein Anwohner gegen 2.45 Uhr verdächtige Geräusche. Als er nachschaute, blendete ihn eine Taschenlampe – mindestens ein Täter flüchtete durch ein geöffnetes Fenster. Kurz darauf beobachtete der Zeuge zwei Personen, die in einen dunklen Pkw stiegen und davonfuhren.
Doch damit nicht genug, in Schöneiche meldete die Polizei einen Fall in der Brandenburgischen Straße. Dort gelangten Eindringlinge in ein Wohnhaus und stahlen eine EC-Karte.
In Werneuchen, im Landkreis Barnim, durchwühlten Einbrecher die Räumlichkeiten eines Einfamilienhauses in der Engelsstraße, während in Panketal das Fenster eines Hauses in der Eichenallee eingeworfen wurde. In den beiden Fällen im Barnim ist noch unklar, ob die Täter dabei auch etwas erbeuten konnten.
Steigende Einbruchszahlen in Oder-Spree, Märkisch-Oderland und Barnim
Bereits in den vergangenen Tagen war es in den Landkreisen Barnim, Oder-Spree und auch Märkisch-Oderland zu einer Vielzahl von Einbrüchen gekommen. Unter anderem in Petershagen-Eggersdorf, Strausberg und Hoppegarten. In Schöneiche wurde nach Informationen unserer Redaktion bereits ein mutmaßlicher Einbrecher mehrfach von Überwachungskameras erfasst. Bilder und Videos des Tatverdächtigen machten in den sozialen Medien die Runde. Darauf zu erkennen ist unter anderem, wie sich der Mann auf Grundstücken umschaut und sich in einem Fall auch an einem geparkten Auto zu schaffen macht.
Die jüngsten Fälle reißen eine bekannte Problematik wieder auf: Mit dem Herbstbeginn steigt die Zahl der Einbrüche spürbar. Die Polizei betont, dass ein Einbruch für die Betroffenen häufig ein tiefer Einschnitt ist – nicht nur wegen des materiellen Schadens, sondern wegen der nachhaltigen Verletzung des Sicherheitsgefühls.
Einbrüche finden zum größten Teil am Tage statt
Entgegen der verbreiteten Annahme finden viele Einbrüche nicht nachts, sondern tagsüber statt. Zwischen Vormittag und spätem Nachmittag sind die meisten Menschen in der Regel arbeiten – die klassische Gelegenheit für Täter. Auch in den Fällen aus Werneuchen und Panketal waren die Einbrecher nach Polizeiangaben in den Nachmittagsstunden aktiv.
Oft gelangen Einbrecher über Fenster und Terrassentüren in Gebäude, schildert die Polizeidirektion Ost in einer Mitteilung. Normale Fensterbeschläge mit einfachen Rollzapfen lassen sich innerhalb weniger Sekunden aufhebeln, meist geräuschlos. Auch eingeschlagene Scheiben und das anschließende Entriegeln seien keine Seltenheit, heißt es von der Polizei.
Das rät die Polizei
Nach Erfahrung der Polizei lassen sich viele Einbrüche verhindern. Die Behörde rät zu einfachen, aber wirksamen Maßnahmen:
Türen und Fenster immer verschließen – auch bei kurzer Abwesenheit.
Fenstergriffe abschließen, zusätzliche Fenstersicherungen nutzen.
Rollläden nicht tagelang unten lassen – sie signalisieren Abwesenheit.
Briefkästen regelmäßig leeren lassen.
Nachbarn über Abwesenheiten informieren und um Aufmerksamkeit bitten.
Keine Ersatzschlüssel draußen deponieren – weder im Blumentopf noch unter Fußmatten.
Alarmanlagen und Kameras bieten zusätzlichen Schutz, ersetzen aber keine mechanischen Sicherungen.
Lediglich jeder fünfte Fall wird aufgeklärt – häufig, weil Täter überörtlich agieren, sehr schnell vorgehen und kaum Spuren hinterlassen.
Anwohner sollen Verdächtige sofort melden
Die Polizei appelliert außerdem an Bürgerinnen und Bürger, auffälliges sofort zu melden. Hinweise von Anwohnern seien oft entscheidend, um Täter zu fassen – etwa fremde Personen oder Fahrzeuge im Wohngebiet. „Anwohner wissen schließlich am besten, was in ihrem Wohnumkreis sonst eigentlich nicht vorkommt und vor allem, wer dort nicht wirklich hingehört“, heißt es in der Mitteilung der Polizeidirektion Ost.
Wer unsicher ist, ob das eigene Zuhause ausreichend geschützt ist, kann sich kostenlos von den technischen Beratern der Polizei beraten lassen. Diese analysieren Fenster, Türen und andere Schwachstellen und geben Tipps zu geeigneten Schutzmaßnahmen. Weiterführende Informationen zum Thema Beratung in Sachen Einbruchschutz gibt es auf dem Internetportal der Polizei Brandenburg.


