Einbruch in Fredersdorf-Vogelsdorf
: Einbrüche nehmen zu — was bietet Schutz?

In Fredersdorf-Vogelsdorf wurde jüngst häufiger eingebrochen. Hausbesitzer sind alarmiert. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich besser schützen kann.
Von
Victoria Schloder
Fredersdorf-Vogelsdorf
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Im Schutz der Dunkelheit: So ähnlich wie auf diesem Foto könnte es auch beim Einbruch in Herzfelde zugegangen sein. Einen Kuhfuß, wie auf dem Foto zum Aufhebeln verwendet, haben die Spurensicherer in Herzfelde ebenfalls gefunden.

ARCHIV - 08.10.2016, Rottweil: Ein fiktiver Einbrecher hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (gestellte Szene). (zu dpa "Zahl der Wohnungseinbrüche deutlich zurückgegangen" vom 10.04.2018) Foto: Silas Stein/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Einbruch im Schutz der Dunkelheit: So ähnlich wie auf diesem Foto könnte es in Fredersdorf-Vogelsdorf zugegangen sein. Auch nachmittags wurde dort in einigen Häusern eingebrochen. (Symbolbild)

Silas Stein/dpa
  • In Fredersdorf-Vogelsdorf häufen sich Einbrüche; die Polizei gibt Schutz-Tipps.
  • Die Täter suchen nach Geld und Schmuck, sind oft in einem weißen Transporter unterwegs.
  • Einbruchschutz hat sich verbessert; viele Einbruchsversuche bleiben erfolglos.
  • Hausbesitzer sollen Fenster und Türen sichern; Beratungstermine sind kostenlos.
  • Die Polizei rät zu Meldeanlagen für besseren Schutz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In den sozialen Netzwerken häufen sich in den vergangenen Wochen Erfahrungsberichte und Warnungen — in Fredersdorf-Vogelsdorf sei eine Einbrecherbande unterwegs. Wie man sich richtig verhält und wie man sich vor Einbrüchen schützen kann, erklärt ein Sprecher der Polizeidirektion Ost.

Es ist der Alptraum aller, egal ob sie im Einfamilienhaus oder in einer Wohnung leben: Fremde Menschen brechen ein, durchwühlen Kleidung, zerstören Gegenstände und bewegen sich während eigenen Abwesenheit durch das Allerprivateste, dem eigenen Zuhause.

In sozialen Medien Berichte über Einbrecherbanden

„Gestern wurde schon wieder eingebrochen, Landstraße und Umgebung. Die Diebe klingeln vorher, ob jemand da ist. Sie sind auf Geld und Schmuck aus. Bei einer Freundin haben sie den Tresor gleich mitgenommen“, schreibt eine Frau auf Facebook.

Auch auf dem Portal „nebenan.de“ wird in Fredersdorf-Vogelsdorf vor einer Einbrecherbande gewarnt. Zeugen sollen mehrere Personen beobachtet haben und immer wieder ist auch die Rede von einem weißen Transporter. Die Einbrüche sollen sich dabei zu unterschiedlichen Zeiten ereignet haben. In einem Post wird ein Diebestrio beschrieben, das am späten Nachmittag versucht haben soll, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Andernorts habe sich die Tat zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens ereignet.

Polizei bestätigt: mehr Einbrüche in Fredersdorf-Vogelsdorf

Ein Sprecher der Polizeidirektion Ost bestätigt auf Nachfrage, dass die Anzahl der Einbrüche nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich in Fredersdorf-Vogelsdorf zugenommen hat. Insbesondere der Bereich um die Hauptstadt Berlin sei, im Vergleich zur Gesamtfläche der Polizeidirektion Ost, öfter von Wohnungseinbrüchen betroffen, heißt es in der Antwort. Das Phänomen ist nicht ungewöhnlich: Mit Beginn der dunklen Jahreszeit werde häufiger in Häuser eingebrochen.

Die Polizei bestätigt allerdings auch, dass es bei vielen Einbrüchen beim reinen Versuch bleibt. Nicht immer gelänge es den Dieben, sich Zutritt zum Gebäude zu verschaffen. Ein Indiz, der darauf hindeute, dass der Einbruchschutz in den vergangenen Jahren besser geworden sei, so die Polizei weiter.

Was können Hausbesitzer tun?

Auf der Seite der Polizei zum Thema Kriminalprävention finden Hausbesitzer erste nützliche Tipps, wie sie sich und ihr Eigentum besser schützen können. Besonders im Fokus stehen Fenster und Türen, denn durch sie gelangen Einbrecher ins Haus. Es lohnt sich also, vor allem diese dahingehend zu prüfen, wie einbruchsicher diese sind. Gerade bei älteren Häusern könnte ein ausreichender Schutz nicht mehr vorhanden sein. Es sei nicht erforderlich, gleich sämtliche Fenster und Türen austauschen, oftmals reicht es bereits, einzelne Teile nachzurüsten.

Wem das noch nicht sicher genug ist, kann auf eine sogenannte Überfall- und Einbruchmeldeanlage setzen. Diese kann, neben dem mechanischen Schutz an Fenstern und Türen, einen zusätzlichen Schutz bieten. Die Anlagen verhindern zwar den Einbruch nicht, melden ihn aber an eine Hilfe leistende Stelle und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit, dass der Einbrecher auf frischer Tat ertappt wird.

Grundsätzlich empfiehlt die Polizei über die Internetwache des Landes Brandenburg einen Termin für eine Vorortbegehung auszumachen. Fachlich spezialisiertes Personal kann dann Schwachstellen identifizieren und Lösungen anbieten. Diese Beratungen sind kostenlos.

Worauf sind die Diebe aus?

Die Diebe in Fredersdorf-Vogelsdorf konnten aktuell noch nicht ermittelt werden. Laut Pressestelle der Polizei seien sie vor allem auf „kleine bewegliche Gegenstände“ aus, wie Schmuck, Bargeld oder andere Wertgegenstände. In den sozialen Netzwerken werden mittlerweile Fotos von einem möglichen Einbrecher geteilt, wie er gerade einen Gartenzaun überklettert, allerdings in Neuenhagen.