Ein großer Name verpflichtet nicht gleich zu größeren Buchstaben – allerdings darf dieser nach außen sichtbar großgeschrieben werden. Albert Einstein soll in der Schulchronik eine höhere Bedeutung erfahren, hat sich das Einstein-Gymnasium Neuenhagen vorgenommen. Um seinen Namensgeber angemessen zu repräsentieren, setzen sich Förderverein und Schulleitung mit verschiedenen Konzepten verstärkt für eine Visualisierung ein.
So stammt das große rote „E“ am Haupteingang der Schule von einer Berliner Ausstellung zum  Einstein-Jahr: 2005 waren viele übergroße Buchstaben Unter den Linden aufgebaut. Einen davon erhielt ein ehemaliger Lehrer des Gymnasiums auf Initiativbewerbung.

Frisch saniert und aufpoliert

Lange stand das „E“ unbefestigt auf der Schulhofmitte und fiel der Verwitterung bzw. schlechter Statik zum Opfer. Anfang des Jahres hat der Förderverein das Objekt von einer Metallbaufirma aus Altlandsberg restaurieren lassen. Noch steht es vor der Cafeteria am Eingang der Schule, woran täglich hunderte Schüler vorbeiziehen. Frisch aufpoliert bekommt es aber bald als Farbtupfer einen bedeutungsvollen Platz am 2018 errichteten Anbau, um mit zur Identifikation der Schüler beizutragen.
Schon bald könnte sich das Symbol für Einstein zu weiteren Spuren gesellen, die für eine stärkere Repräsentation des berühmten Namensgebers sorgen. 2001 gesprühte Graffiti eines ehemaligen Schülers auf der Metallfassade des alten Schul-Containers konnten über die Jahre erhalten werden. Die Hausmeister haben die Bilder im Auftrag der Schule in Holz gerahmt. Nun sind sie am Seiteneingang des Gymnasiums angebracht und geben dem Gymnasium mehr Gesicht. Neben dem Porträt des Wissenschaftlers ist auch dessen entwickelte Formel für die Relativitätstheorie E=mc² zur Schau gestellt.

Relativ auf Augenhöhe

Schulleiter Olaf Hofschulz treibt die Einsteinsche Visualisierung mit voran. Seit 1998 unterrichtet er an der Schule Mathematik, Physik und Astronomie und ist nebenbei für die Sternwarte verantwortlich. Am neu gerahmten Graffito mit dem Gesicht von Albert Einstein steht er auf Augenhöhe. Die Sprüh-Aktion von Robert Zirk erinnert an die Anfänge des 1991 eröffneten Gymnasiums. Auf einer Zeittafel dokumentieren Fotos die Entwicklung der Schulhofgestaltung. Außerdem wird jedem Schulabgänger zum Zeugnis eine vom Förderverein gesponserte Medaille mit dem Kopf Einsteins als Andenken überreicht. „Wir freuen uns, dass wir die Schule unterstützen konnten, haben aber noch viele Ideen“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins, Kerstin Seppik. So ließe sich in Anlehnung an das rote „E“ auch ein Pokal entwerfen, mit dem Einstein-Schüler für besondere Verdienste ausgezeichnet werden.