Zwischenzeitlich habe es bis zu 350 Sperrmüll-Anmeldungen pro Woche gegeben, berichtete Angela Friesse. Normalerweise liege die Anzahl etwa bei 150. Die Werkleiterin kennt aber die einfachen Gründe: "Die Leute waren zu Hause, die Baumärkte hatten offen. Viele haben gründlich aufgeräumt" Die Container-Leistungen, die der Entsorgungsbetrieb angeboten hat, hätten sich daher verzehnfacht. Dabei habe man auch einige Fortschritte erzielt. So sei beispielsweise ein Pachtvertrag beschlossen worden, der allerdings noch durch den Kreistag müsse.
Aber auch bautechnisch sei man in den Planungen vorangekommen. Zusätzliche 2000 Quadratmeter Fläche wolle die Station pachten, inklusive einer zusätzlichen Halle, die gebaut werden soll. Außerdem soll es einen neuen Eingangscontainer geben. "Wir werden den Umbau der Umschlagstation in diesem Jahr nicht schaffen, das hängt mit Genehmigungen zusammen und dass wir zum Beispiel auch das Bergamt beteiligen müssen", erklärt die Werkleiterin weiter. Das hinge mit der Lage der Station am Tagebaurand zusammen. Der Ausbau sei aber von immenser Wichtigkeit. So schreibe man derzeit die Bewirtschaftung der Station für einen Zeitraum von sieben Jahren aus. Startschuss dafür soll der 1. Januar 2021 sein.
Tonnenverteilung in MOL
Alle Gemeinden, Ämter und Städte des Landkreises sollen verstärkte Gelbe Säcke für die Leichtverpackungs-Entsorgung (LVP) erhalten. Das gelte von 2022 bis 2028. In der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf wird darüber hinaus komplett auf Gelbe Tonnen umgestellt. Zur Einführung der freiwilligen flächendeckenden Sammlung von Bioabfällen im Jahre 2019 gibt es ebenfalls einen aktuellen Stand, der die Verteilung im Landkreis veranschaulicht. So gebe es in Hoppegarten 1989 Tonnen, in Strausberg 1242, in Altlandsberg 1053, in Müncheberg 220 und in der Märkischen Schweiz 911. Zusätzlich verfüge man in Fredersdorf-Vogelsdorf über 3302 Biotonnen, in Neuenhagen über 2720, in Petershagen-Eggersdorf über 2247 und in Rüdersdorf über 1177.
"Insgesamt ist die Tendenz auch nach wie vor steigend", erklärt Angela Friesse. Die Biotonnen kämen gut an und seien für die Bürger sehr bequem zu nutzen. Außerdem sei man optimistisch mit Blick auf die Gebührenkalkulation in den kommenden Jahren. Die Kostenbeteiligung der Systembetreiber steige pro Tonne deutlich an.