Feuerwehr Eggersdorf
: 112 – Notruf und Jubiläum der Retter

Die 112 ist nicht nur Notrufnummer, sondern jetzt auch das Alter der Freiwilligen Feuerwehr Eggersdorf. Die Kameraden blicken auf eine bewegte Geschichte zurück.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Petershagen-Eggersdorf
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Großes Jubiläum in Eggersdorf: Die Freiwillige Feuerwehr feierte ihr 112-jähriges Bestehen.

Großes Jubiläum in Eggersdorf: Die Freiwillige Feuerwehr feierte ihr 112-jähriges Bestehen.

Dennis Lloyd Brätsch
  • Die Feuerwehr Eggersdorf feiert 112 Jahre Bestehen.
  • Sie wurde am 1. April 1913 gegründet.
  • Das Jubiläum wurde am 24. Mai gefeiert.
  • Realitätsnahe Vorführungen beeindruckten die Besucher.
  • Die Jugendfeuerwehr zeigte ihr Können.
  • Historische Ausstellung würdigte die bewegte Geschichte.
  • Feuerwehr besteht aus 39 aktiven Mitgliedern und 20 Nachwuchskräften.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit Stolz und großer Beteiligung feierte die Freiwillige Feuerwehr Eggersdorf am Samstag (24. Mai) ihr 112-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum war in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Denn die Zahl 112 steht nicht nur für über ein Jahrhundert ehrenamtlichen Engagements, sondern auch für die europaweite Notrufnummer. Die im April 1913 gegründete Wehr blickt auf eine bewegte Geschichte zurück – von den Anfängen mit einer einfachen Handdruckspritze bis hin zur heutigen schlagkräftigen Einheit.

Bereits am Vormittag füllte sich das Gelände rund um das Feuerwehrhaus am Standort in Eggersdorf, der seit 1997 die Heimat der Einsatzkräfte ist. Groß und Klein konnten hautnah erleben, was die Arbeit der Feuerwehr ausmacht.

Feuerwehr zeigt bei Vorführungen ihr Können

Beeindruckend waren die realitätsnahen Vorführungen. So wurde bei einer spektakulären Fettexplosion demonstriert, wie gefährlich ein falscher Löschversuch mit Wasser in der Küche sein kann – inklusive spektakulärem Feuerball. Auch das Vorgehen bei Unfällen und die Rettung eingeklemmter Personen wurde eindrucksvoll vorgeführt.

Vorführung mit den Nachwuchskräften der Feuerwehr Eggersdorf: Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr löschen ein brennendes Haus.

Vorführung mit den Nachwuchskräften der Feuerwehr Eggersdorf: Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr löschen ein brennendes Haus.

Dennis Lloyd Brätsch

Besonders stolz wurde der Nachwuchs von der Feuerwehr gezeigt: Die Jugendfeuerwehr präsentierte bei einer eigenen Übung ihr Können bei einem Löschangriff. Mit Begeisterung haben die jungen Kameradinnen und Kameraden gezeigt, dass die Zukunft der Feuerwehr gesichert sein könnte.

Feuerwehr blickt auf eine bewegte Geschichte zurück

Die Historie der Feuerwehr wurde im Rahmen einer Ausstellung gewürdigt. Gegründet am 1. April 1913 als „Vereins der Freiwilligen Feuerwehr zu Eggersdorf“ rückten die Kameraden in den ersten Jahrzehnten noch mit einer Handdruckspritze aus, die von Pferden gezogen wurde. Das Löschgerät war damals in einem Stall am Standort der heutigen Schule in der Karl-Marx-Straße untergebracht und blieb bis in die 1950er Jahre im Dienst der Eggersdorfer Wehr. Bis 1938 wurden die Kameraden durch eine Glocke alarmiert, die von einem Bürger durch den Ort getragen wurde. Erst dann kündigte eine Sirene die Einsätze an.

Während des Zweiten Weltkriegs entstand eine Pflichtfeuerwehr, die aus bis zu 80 Männern bestand. Zu dieser Zeit mussten die Brandbekämpfer die Handdruckspritze selbst durch den Ort ziehen, da laut der Chronik der Feuerwehr keine Pferde zur Verfügung standen. In den Wendejahren schrumpfte die Einsatzbereitschaft gefährlich, sodass die Feuerwehr kurz vor dem Aus stand. Der Zusammenschluss mit Petershagen im Jahr 1993 und das unnachgiebige Beharren einiger Kameraden brachten frischen Schwung in die Personalentwicklung. Im Jahr 1997 folgte der Umzug an den heutigen Standort.

Die Freiwillige Feuerwehr Eggersdorf besteht aktuell aus 39 aktiven Mitgliedern und 20 jungen Nachwuchskräften in der Jugendfeuerwehr. Die Retter werden jährlich zu 80 bis 120 Einsätzen alarmiert.