Feuerwehreinsatz: Hoher Sachschaden bei Großbrand in Hönow
Kurz nach 2 Uhr in der Nacht war die Freiwillige Feuerwehr Hönow alarmiert worden. Schon auf der Anfahrt waren nach Augenzeugenberichten meterhohe Flammen zu sehen, so dass das von der Leitstelle vorgegebene Stichwort verändert und mehr Einsatzkräfte angefordert wurden. Laut Gemeindebrandmeister Marius Venslauskas rückten neben den Ortswehren aus Hönow, Hoppegarten und Münchehofe auch Kameraden aus Neuenhagen an. Unter anderem, weil die Wasserversorgung Probleme machte, ein Hydrant nicht funktionierte. Einsatzleiter Mathias Richter habe zunächst eine Riegel stellen lassen, um das Übergreifen auf weitere Fahrzeuge zu verhindern. Zudem habe er zunächst „aus der Deckung“ löschen lassen, weil sich in den brennenden Fahrzeugen Gasflaschen befanden. Einige seien explodiert, die meisten aber heruntergekühlt und dann herausgeholt worden, so der Gemeindebrandmeister, der sich vor Ort um den Wassernachschub kümmerte, während Richter das Löschen koordinierte. Insgesamt 15 Gasbehälter seien in Sicherheit gebracht worden, so der Hönower.
Mit Atemschutz gegen beißenden Qualm
Von zwei Seiten aus — von der Centerzufahrt und vom Feld — rückten Feuerwehrleute letztlich mit fünf C–Rohren gegen die Flammen vor. Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort, vier Trupps mit Atemschutz, denn die Kunststoffe in den Fahrzeugen verbrannten nicht nur wie Zunder, sondern auch mit beißendem Geruch und dickem Qualm.
Als die Feuerwehrleute ihr Werk nahezu vollendet hatten, gab es gleich den nächsten Alarm: Gegen 5 Uhr brannte das Tor einer Scheune im Hönower Dorfkern unweit des vorherigen Einsatzortes. Dies war schnell gelöscht, ließ aber Spekulationen über die Ursache auch des Feuers im Caravancenter aufkeimen. Dort war der Brand zudem von einer Stelle ausgegangen, die von vorhandenen Kameras nicht erfasst wird.
„Es gibt ja nicht viele Möglichkeiten. Entweder Brandstiftung oder jemand hatte etwas im Fahrzeug, was sich entzündet hat“, sagte Lutz Buschmann, der Betreiber der zum Center gehörenden Werkstatt. Er war in der Nacht gerufen worden und führte am Sonnabend Geschädigte zur Brandstelle. Die verbrannten Wohnwagen und Reisemobile waren nach seinen Angaben allesamt in Privatbesitz und hatten auf dem Gelände Abstellplätze für den Winter und Zeiten, in denen sie nicht genutzt werden.
Totalschaden bei elf Mobilen
Zu den Betroffenen zählen Thomas Huth und Daniela Rohn. "Für uns war das hier ideal und der Service war 1 a“, so die Marzahner, die mit ihrem Wohnwagen vor allem auf Kurztouren gegangen waren. „Wir hatten ihn gerade wieder zum TÜV angemeldet, und jetzt ist er weg“, sagte Huth. „Totalschaden“, war ihm angesichts der kläglichen Überreste bewusst. Vor sechs Jahren hatten sie das Gefährt gebraucht erworben. „Er war älter, aber noch sehr gut“, beschrieben sie und hofften, dass die Versicherung zahlt und sie Ersatz finden. Im Moment könne man ja sowieso nicht fahren, verwiesen sie auf die Corona–Lage. Und da sie gerade nicht zur Arbeit könnten, hätten sie auch Zeit für den nun folgenden Papierkram.
Laut Buschmann liegt die Zahl der Geschädigten deutlich höher als die elf mit Totalverlust. Manchmal seien zwar äußerlich vielleicht nur Wände wellig, aber der Brandgeruch sei nur schwer zu beseitigen.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sollten sich dem Vernehmen nach noch bis Montag hinziehen, hieß es. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

