Fußball
: Füchse und Rostocker räumen ab

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf war erneut Gastgeber für den Fritze-Cup im Hallenfußball.
Von
Edgar Nemschok
Petershagen-Eggersdorf
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Gut gelaunt: Nachwuchs-Fußballer von Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf.

Edgar Nemschok

Nach dem großartigen Turnier der Männer um den Giebelsee-Cup ist es eine gute Tradition, dass kurz danach die Jüngsten um Pokale und Urkunden spielen. Wieder ging es in die Giebelsee-Halle nach Petershagen und auch zu den zwei Turnieren der Talente kamen zahlreiche Zuschauer. Hauptorganisator Peter Drews und sein Team haben es erneut geschafft, namhafte Teams ins Doppeldorf zu locken. Es ist schon bemerkenswert, wenn Vereine wie der RB Leipzig, 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock oder Berliner Klubs wie Tennis Borussia, Reinickendorfer Füchse sowie der BFC Dynamo Vertretungen zum Turnier schicken.

Eine schöne Idee hatten die Veranstalter und überraschten beim Einlaufen der Fußballer. Diese trugen auf ihren Schildern nicht die Vereinsnamen, sondern besondere Botschaften wie: „Das ist nicht die WM“, „Erlebnis statt Ergebnis“ oder „Fair ist mehr“. Auch „Trainer machen das als Hobby“ war eine These, mit der viel ausgesagt wird. Das fand auch Dominik Rauch, der die Frankfurter Jungs betreute. „Wir wollen versuchen, gut mitzuhalten, wissen aber, dass die Berliner immer gute Mannschaften haben.“

Zum Auftakt des zweitägigen und zweigeteilten Turniers spielten die U 11. Hier gab es eine deutliche Dominanz der Berliner Vereine. Die Füchse Berlin gewannen gegen den 1. FC Frankfurt mit 8:0, der BFC gegen Falkensee/Finkenkrug mit 7:0 und Tennis Borussia 9:0 gegen den FC Grimma. Und auch der Gastgeber, SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf, bekam die Berliner Wucht zu spüren. Blau-Weiß musste sich mit 1:10 dem Charlottenburger FC Hertha beugen. So war es dann auch klar, dass die Berliner die ersten Plätze unter sich ausspielen werden.

Im Finale gewannen die Füchse gegen TeBe mit 6:5 und im Spiel um Platz drei siegten die Charlottenburger gegen den BFC Dynamo mit 3:1.

Beide Fritze-Cup-Sieger, die Füchse Berlin (U 11) und der FC Hansa Rostock (U 9), setzten sich im Finale erst nach Neunmeterschießen durch. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es im Finale bei den U 11-Junioren zwischen den Füchsen Berlin und Tennis Borussia 2:2 und bei den U 9-Junioren zwischen dem FC Hansa Rostock und dem BFC Dynamo 1:1.

Der Rekordpokalsieger Füchse Berlin (U 11) gewann zum dritten Mal hintereinander den Fritze-Cup und durfte den Wanderpokal daher mit nach Hause nehmen. Dies gelang den Füchsen und auch RB Leipzig in der Turniergeschichte schon einmal. Der FC Hansa Rostock gewann zuletzt beim 9. Fritze-Cup, bei den U 11- und U 9-Junioren. Somit holten sich die Norddeutschen ihren dritten Titel.

Und was machte der Nachwuchs des Gastgebers. Die U 11-Junioren belegten den 8. Platz. Konnten sie in der Vorrunde das sächsische Team vom FC Grimma noch mit 2:0 bezwingen, fehlte im Endplatzierungsspiel um Rang 7 jedoch die Kraft und sie unterlagen gegen den gleichen Gegner mit 1:5.

Die U 9-Junioren konnten mit einem 7. Platz sehr zufrieden sein. Nach schwerer Vorrunde wurden sie Tabellenvierter. Sie spielten gegen den 1. FC Union Berlin, RB Leipzig und die Füchse Berlin. Im Platzierungsspiel um die Ränge 5 bis 8 riss gegen den 1. FC Magdeburg der Spielfaden. Trotz bester Tormöglichkeiten kam am Ende nur ein 0:6 heraus. Im Spiel um Platz 7 konnten sich die U 9 dann wieder steigern, so dass am Ende ein verdienter 2:1-Sieg gegen Berlin United heraussprang.

Zur Umrahmung des Turniers zählte auch ein Auftritt der Mädchentanzgruppe der Hugo-Distler-Musikschule. Am zweiten Turniertag trat die Jungendtanzgruppe der Step and Dance Schule aus Strausberg auf. Beide Tanzgruppen sind schon seit Jahren beim Fritze-Cup mit dabei. Peter Drews, der das Turnier auch moderierte, wollte unbedingt noch darauf hinweisen, dass ein solches Turnier nicht ohne die zahlreichen Helfer zu stemmen ist. Die nächste Auflage gibt es dann wieder im Sommer.