Fußball
: Mutschall-Elf macht es äußerst gnädig

In der Ostbrandenburgliga besiegten die Fußballer von Petershagen-Eggersdorf II den abstiegsbedrohten Grün-Weiß Letschin mit 4:0.
Von
Udo Plate
Letschin
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Kein Treffer: Abwehrrecke Labinot Rrafshi (2. von rechts) fällt das Toreverhindern  leichter, als den Ball aus der Nahdistanz ins gegnerische Gehäuse zu bugsieren. Hier scheitert der Petershagener am starken Letschiner Schlussmann Jan Wegener.

Udo Plate/MOZ

Grün-Weiß Letschin muss sich immer größere Sorgen um den Klassenerhalt machen. Die Oderbrücher, die mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot die Partie bei der Brandenburgliga-Reserve von Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf angingen, unterlagen nach 90 mehr als einseitigen Minuten mit 0:4 und rangieren weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz.

„Wir hatten bestimmt 80 bis 90 Prozent Ballbesitz, der Sieg ist völlig verdient und hätte angesichts der vorhandenen Gelegenheiten noch wesentlichhöher ausfallen müssen“, sagte Frank Mutschall, der die Doppeldörfler gemeinsam mit Ralf-Uwe Konrad trainiert.

Wohl wahr: Von Beginn an erwies sich der Gastgeber als die bessere Mannschaft. Übertrumpften sich die Petershagener gegen ersatzgeschwächte Gäste zunächst noch im Auslassen von hochkarätigen Möglichkeiten oder scheiterten an Letschins starkem Schlussmann Jan Wegener, sorgte Benny Schmidke mit seinem vierten Versuch für das 1:0. Und mit einem präzisem Distanzschuss, der vom Innenpfosten ins Netz des Letschiner Gehäuses sprang, erzielte Tim Beier wenig später die 2:0-Pausenführung.

Nach Wiederanpfiff setzte sich die Überlegenheit der Gastgeber nahtlos fort und die Zuschauer erlebten weiterhin Einbahnstraßenfußball. Diesmal dauerte es lediglich drei Minuten, bis Thomas Guggenberg sich gegen die vielbeinige und aufopferungsvoll agierende Abwehrreihe der Grün-Weißen durchsetzte und auf 3:0 erhöhte. Auch der Schlussakkord blieb den Mutschall-Schützlingen vorbehalten. Tobias Hoke traf im Anschluss an einen Eckball ebenfalls per Kopf  zum 4:0-Endstand.

„Da haben es die Gastgeber  meinem Häuflein der Unentwegten noch gnädig gemacht“, sagte nach dem erlösenden Schlusspfiff Letschins Trainer Lars Poschizki – dem es im über weite Strecken ungleichen Duell mit dem Tabellensechsten nicht erspart geblieben war, 45 Minuten auf dem Petershagener Kunst-rasen mitzuwirken: Nach einem Zusammenprall von Steven Dittrich mit Blau-Weiß-Schlussmann Kevin Pelzer musste Poschizki mangels Ersatzspieler selbst ran. Zu diesem Zeitpunkt lag sein Ensemble 0:2 im Rückstand.