Oliver Richter, Trainer des FC Strausberg, sagt dazu: "Ich kenne das noch aus meinen Zeiten in Sachsenhausen. Diese Spiele waren schon anders. Seelow gegen Strausberg – wenn es gegen-einander geht, ist das wahrscheinlich auch für die Fans dieser beiden Lager mehr von Bedeutung als für die Spieler. Viele von ihnen kommen gar nicht aus der Region und insofern ist das für die meisten Akteure auf beiden Seiten ein normales Punktspiel."
Das sieht auch Trainerkollege Peter Flaig so: "Ein Derby in dem Sinne ist das kaum noch. Aber wir alle werden den Rahmen für ein spannendes Spiel bieten." Der Rahmen sind die Sparkassen-Arena in Seelow und das Flutlicht. Die Partie wird  um 19.30 Uhr angepfiffen.
Unterschiedliche Ausgangslagen
Sportlich, und das ist beiden Vereinen eigentlich viel wichtiger, geht es erneut um sehr viel. Beide brauchen jeden Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Victoria Seelow muss sich nach der 1:5-Niederlage bei Hertha 03 Zehlendorf schnell wieder fangen und Strausberg will seinen Sieg gegen den 1. FC Lok Stendal nicht zur Eintagsfliege machen. "Die Taktik ist ganz einfach", sagt Oliver Richter mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht, "wir müssen nur ein Tor mehr als der Gegner schießen."
Beide Trainer haben vor der Partie ein paar Aufstellungs-probleme. Beim SV Victoria gibt es gleich eine Reihe von verletzten Spielern. Beim FC Strausberg muss Richter erneut seine Offensivabteilung umstellen. Seine erhoffte Alternative in der Sturmmitte, Kenan Günaydin, fällt nach muskulären Problemen definitiv aus. Richter konnte vor dem Abschlusstraining noch nicht sicher sagen, wer spielen wird.
Beide Teams haben in der laufenden Saison bisher dreimal gewonnen. Die Seelower, Tabellenzehnte, haben 30 Gegentore kassiert. Der FC Strausberg, Tabellenfünfzehnter, hat mit 41 die meisten der Liga gefangen.