Fußballtennis: Rüdersdorfer Fortsetzung angekündigt
Worte, die Marko Siebenwirth gerne gehört haben wird. Überhaupt war die Resonanz durchweg positiv, und so nahm der Vereins–Chef das Siegerteam schon mal in die Pflicht wiederzukommen, schließlich handelt es sich bei der großen Trophäe um einen Wanderpokal ...
Das kleine Finale um Platz 3 gewannen Mattuschka/Köhler gegen John Lukas Sauer und Marvin Lähne von Brandenburgligist 1. FC Frankfurt. „Die Oldies waren stabiler in der Annahme und beim zweiten Kontakt“, hatte Lähne ausgemacht. Der 20–Jährige wohnt in Briesen, wo auch der Teamname Elfenbeinkiste seinen Ursprung hat: Es ist dies der lose Zusammenschluss von Fußballern aus Fürstenwalde und dem Odervorland, die mittlerweile bei unterschiedlichen Vereinen spielen.
Auffällig die allenthalben entspannte Atmosphäre auf dem Rasen der Glück–auf–Arena — da wurde zwischen den Ballwechseln schon mal gefrotzelt, gefeixt und gelacht — und der Spaß, den alle Beteiligten daran hatten, nach wochenlanger Abstinenz endlich wieder wettkampfmäßig unterwegs zu sein. Auch wenn es nicht darum ging, das Spielgerät ins Tor zu befördern, sondern über das 140 Zentimeter hohe Netz, und das möglichst elegant und unerreichbar für den Gegner. Derweil wird im regulären Vereinstraining nur noch selten Fußballtennis gespielt, wie fast alle Akteure bestätigten, aber in Corona–Zeiten gab es einen regelrechten Aufschwung.
Der FC Eisenhüttenstadt war in Rüdersdorf mit zwei Mannschaften dabei, die von einem Dutzend Vereinsmitgliedern unterstützt wurden. „Immerhin sind die Jungs jeweils als Gruppensieger ohne Satzverlust in die Endrunde eingezogen“, freute sich „Medizinmann“ Lutz Trautmann. Tony Wernicke/Danny Grünberg unterlagen im Viertelfinale 1:2 gegen Christoph Grabinski/Marwin Potyka vom FSV Barleben, Rico Walter/Lukas Szywalla scheiterten eine Runde früher an Moritz Borchardt und David Karlsch von Germania Schöneiche.
Die Randberliner dürften mit der zahlenmäßig größten Fangemeinde vertreten gewesen sein. Mittendrin Paul Mitscherlich, der eigentlich zusammen mit Karlsch hätte spielen sollen. Aber der 36–Jährige verletzte sich drei Tage vor dem Turnier im Training — beim Fußballtennis. „Ich konnte nicht auftreten, also haben wir umgemeldet. Heute geht es aber schon wieder, und es kribbelt doch gewaltig“, sagte das Schöneicher Urgestein etwas wehmütig. Mitscherlich dürfte in jedem Fall ein weitere Kandidat für die Teilnahme im nächsten Jahr sein ...
Diesmal erlebte er, wie Geurts/Putze im Finale gegen Grabinski/Potyka ihrer Favoritenrolle gerecht wurden (15:10, 15:7). "Wir sind trotzdem zufrieden. Das war mehr, als wir erwarten konnten. Am Ende war es auch eine Kraftfrage“, sagte das Barlebener Duo aus der Verbandsliga Sachsen–Anhalt unisono. Aber auch die Sieger aus der 4. Liga gaben zu: „Vom Einschreiben bis jetzt zehn Stunden und acht Spiele — das schlaucht dann doch ganz schön“, sagte der 25–jährige Darryl Geurts mit dem Pokal und der Prämie für den Premierenerfolg in der Hand.
Angesichts des großen Teilnehmerfeldes mit 64 Teams lässt sich der Zeitplan allerdings kaum straffen, und gerade die Mannschaften, die weit kommen, brauchen denn doch auch die eine oder andere Verschnaufpause. Einzig jene zwischen Vor– und K.-o.-Runde schien etwas zu lang, „aber das lag auch daran, dass die Gruppenspiele schneller als gedacht beendet waren. Wir hatten ja auch keinerlei Erfahrung“, sagte Marko Siebenwirth entschuldigend. Auch in den Pausen waren indes viele der 16 Felder oft bespielt, da wurde dann auch schon mal Drei gegen Drei in den unterschiedlichsten Konstellationen gekickt.






