Großeinsatz bei Hönow: Schlägerei mit Baseballschlägern und Holzlatten

Großeinsatz der Polizei in Berlin-Hellersdorf: An der Stadtgrenze zur Gemeinde Hoppegarten sind zwei Gruppen aus der politisch linken Szene aneinandergeraten. Ein Polizeihubschrauber kreise mehrfach über der Hönower Weiherkette.
Dennis Lloyd Brätsch- Polizei rückte in Hellersdorf zu einem Großeinsatz aus – ein Hubschrauber kreiste über Hönow.
- Auslöser war ein Streit um Räumlichkeiten in der Wurzener Straße zwischen zwei linken Gruppen.
- Laut Polizei standen sich mutmaßlich pro-israelische und pro-palästinensische Gruppen gegenüber.
- Beteiligte kamen vermummt, warfen Gegenstände, setzten Feuerlöscher ein und trugen Holzlatten.
- 29 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Es gab keine Verletzten, Ermittlungen laufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein stundenlanger Polizeieinsatz hat am Sonnabend, 4. Juli, den Berliner Ortsteil Hellersdorf beschäftigt. In unmittelbarer Nähe zur Stadtgrenze nach Hönow gerieten zwei Gruppen aus der linken Szene aneinander. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Einsatzgebiet und war zeitweise über der Hönower Weiherkette zu sehen.
Nach Angaben der Berliner Polizei begann die Auseinandersetzung bereits gegen 14 Uhr an einem Objekt in der Wurzener Straße. Dort gerieten eine mutmaßlich pro-israelische und eine mutmaßlich pro-palästinensische Gruppierung über die Nutzung von Räumlichkeiten in Streit.
Im weiteren Verlauf soll die pro-palästinensische Gruppe rund 20 Personen mobilisiert haben. Nach Polizeiangaben erschienen diese schwarz gekleidet und vermummt vor dem Gebäude und führten unter anderem Holzlatten, Baustellenabsperrungen sowie Feuerlöscher mit sich.
Personen gehen mit Baseballschlägern aufeinander los
Zunächst kam es zu verbalen Auseinandersetzungen mit der ebenfalls schwarz gekleideten und vermummten Gruppe im Inneren des Objekts. Anschließend wurden Gegenstände auf das Gelände geworfen und Feuerlöscher versprüht. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte flüchtete die Gruppe vor dem Gebäude.
Der Konflikt setzte sich jedoch innerhalb des Objekts fort. Nach Angaben der Polizei verbarrikadierte sich eine der Gruppen, um der anderen den Zutritt zu verwehren. Gegen 18.30 Uhr entdeckten Einsatzkräfte mehrere Personen auf dem Dach des Gebäudes, die sich unter anderem mit Baseballschlägern attackiert haben sollen. Noch bevor die Polizei eingreifen konnte, verschwanden die Beteiligten aus dem Sichtbereich der Beamten.
Polizei stundenlang an der Hönower Weiherkette im Einsatz
Insgesamt nahm die Polizei 29 Personen in Gewahrsam und leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ein. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen dauern an. Der Einsatz der Polizei dauerte bis in die Nacht hinein an. Auch gegen Mitternacht waren noch diverse Beamte an dem Objekt in der Wurzener Straße vor Ort.
Bei dem Gebäude handelt es sich nach eigenen Angaben um das autonome Jugendzentrum „La Casa“. Auf seiner Internetseite beschreibt sich das Zentrum als selbstverwalteter Ort mit antifaschistischer und queerfeministischer Ausrichtung. Auch der Fraktionsvorsitzende der Linken in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf, Björn Tielebein, war nach den Auseinandersetzungen vor Ort. Zu dem Polizeieinsatz und den vorausgegangenen Vorfällen wollte er sich vor Ort jedoch nicht äußern.





