Gutachten
: Stadt lässt Einzelhandelskonzept erarbeiten

Beratungsbüro sucht alle Geschäftsinhaber der Stadt auf und befragt Passanten.
Von
Jens Sell
Strausberg
Jetzt in der App anhören

22.08.2018 Spätsommer am Straussee. Die Strausberger genießen ihren See zur Zeit in allen nur denkbaren Möglichkeiten. Bei 26 Grad Wassertemperatur ist das Strandbad noch geöffnet, die Boote und Wassertreter sind unterwegs, die Taucher ziehen unter Wasser ihre Bahn. 30 Grad Lufttemperatur füllen auch die Plätze der "Annemarie" und die Fähre befördert Ausflügler von Ufer zu Ufer. Auch Plätze auf den Bänken sind begehrt. Am Wochenende lockt auch das traditionelle Strausseeschwimmen wieder an den See.

Gerd Markert

Um die geschlossene Ladenzeile steht es besonders im nördlichen Teil der Großen Straße schlecht. Was sich die Strausberger an Geschäften nicht nur in der großen Straße wünschen, will die Verwaltung im Zuge der Erstellung eines Einzelhandels– und Zentrenkonzepts für die Stadt untersuchen lassen. Das Rathaus hat die complan Kommunalberatung GmbH und das Planungsbüro Stadt + Handel beauftragt, die Zentren–, Einzelhandels– und Nahversorgungsstruktur der Stadt zu untersuchen, teilt Sprecherin Caroline Haitsch–Berg mit. Ziel sei die Fortschreibung des Einzelhandels– und Zentrenkonzepts für die Stadt, das als Weiterführung zur zukünftigen Entwicklung der Einzelhandelsstandorte dienen soll: „Darüber hinaus wird die Einzelhandelskonzeption als gutachterliche Grundlage für die Beurteilung von Bauanfragen Verwendung finden.“ Mitarbeiter des Beratungsbüros werden sich in den vier Septemberwochen auf eine Tippeltappeltour durch sämtliche Einzel­handelseinrichtungen im Stadtgebiet von Strausberg begeben und sie nach Verkaufsfläche und Sortiment erfassen, damit sie die aktuelle Angebotssituation exakt beurteilen können. In der Innenstadt sollen zudem Fragebögen an die Einzelhändler verteilt werden. In Strausberg Nord, Vorstadt, Hegermühle und der Altstadt/Innenstadt sollen außerdem Passanten nach ihrer Meinung befragt werden.

„Der Datenschutz und die Anonymität werden bei allen Erhebungen selbstverständlich berücksichtigt“, bekräftigt Caroline Haitsch–Berg. Es würden keine betriebs– oder personenbezogenen Angaben veröffentlicht. Die Mitarbeiter von complan und Stadt + Handel können sich mittels eines Anschreibens der Stadt Strausberg ausweisen. Die Rathaussprecherin bittet die Strausberger Einwohner um Unterstützung der Untersuchung, so könnten sie die Enwicklung der Stadt voranbringen.