Handball
: EM wird viele neue Fans bringen

Klaus Häcker aus Fredersdorf-Vogelsdorf führt zur Handball-Weltmeisterschaft seine eigene Statistik.
Von
Edgar Nemschok
Fredersdorf-Vogelsdorf
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Auch das Outfit stimmt: Klaus Häcker ist im EM-Fieber und freut sich auf die Spiele.

Edgar Nemschok

„Das ist besser wie Urlaub“, sagt der Fredersdorfer und freut sich riesig auf die EM, die in Norwegen, Schweden und Österreich stattfinden wird. „Klar, wäre ich auch gern zu den Spielen gefahren“, sagt der ehemalige Spieler und Trainer. „Aber ich habe keinen gefunden, mit dem ich hätte fahren können. So mache ich mir das zu Hause, in unserer Stammkneipe oder auch mit meiner Frau Gudrun gemütlich und schaue mir die Spiele an.“ Am Sonnabend wird bei der Vereinsfeier der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf das Spiel gegen Spanien über eine große Leinwand übertragen. „Zum Glück werden auch die meisten im Fernsehen übertragen.“

Natürlich hat der 78-Jährige auch eine Meinung zur deutschen Mannschaft und dessen Trainer Christian Prokop. „Auch er muss sich beweisen. Ich denke, es war richtig, nach der misslungenen Europameisterschaft in Kroatien ihn im Amt zu behalten. Er hat meiner Meinung nach sich auch geändert und kann die deutsche Mannschaft führen. Er richtet heute seine Taktik nach den Spielern aus, die er zur Verfügung hat. Früher wollte er nur sein Schema durchdrücken.“

Selbst erfolgreicher Trainer

Häcker hat selbst seit seinem sechsten Lebensjahr Handball gespielt und war als Trainer vor allem im Nachwuchsbereich sehr erfolgreich. So hängt zum Beispiel eine sehr große Urkunde aus dem Jahre 1988 an der Wand, als er mit einer Bezirks-Auswahlmannschaft den DHV-Pokal holte. Er also viel Erfahrung und weiß, wovon er spricht: Handball wird heute in der Abwehr gewonnen. Die Mannschaften, die Spitzenmannschaften dieser EM, spielen auf einem fast gleichen Niveau“, sagt er und da wird es vor allem auf die Torhüter und die Abwehr ankommen.

Häcker ist ein großer Fan des Handball-Bundesligisten Berliner Füchse und hat auch in dieser Saison noch kein Heimspiel verpasst. „Ich war schon ein wenig traurig, dass unser Silvio Heinevetter nicht nominiert wurde“. Was ihm ein wenig Sorgen macht, ist, dass der Rückraum auf Grund zahlreicher verletzter Spieler dünn besetzt ist. Da hat er große Hoffnungen auf seinen  Lieblingsspieler Paul Drux. Aber wer ist denn nun der Favorit dieser Europmeisterschaft? „Ich denke, Dänemark“, sagt Häcker und träumt vom Endspiel Deutschland gegen den Weltmeister Dänemark.

Und wird diese EM mit dieser Präsenz seinem Sport auch auf regionaler Ebene gut tun? „Ja, auf jeden Fall. Ich denke, alle Trainer werden genau hinsehen. Eine bessere Taktikschulung in Sachen Handball kann keiner bekommen. Wir werden garantiert wieder zahlreiche Neuanmeldungen bekommen.“