Handball
: Gäste halten nur anfangs richtig mit

Das Derby in der Handball-Oberliga zwischen dem MTV Altlandsberg und Grünheider SV endet ohne Überraschung der Gastgeber gewinnt 35:27
Von
Edgar Nemschok
Altlandsberg
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Hochgestiegen: Der Grünheider Konstantin Büttner setzt zum Wurf an. Die Altlandsberger Josip Perkovic und Philip Höhna (14) versuchen, gemeinsam abzuwehren .

Edgar Nemschok

Das mit so viel Spannung erwartete Derby in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree zwischen den Männern des MTV Altlandsberg und Grünheider SV war am Ende doch eine klare Sache. Der MTV gewann deutlich mit 35:27 und hatte alles in allem die Partie auch im Griff.

Natürlich waren die Erwartungen im Publikum sehr hoch. Uwe Manohr im Grünheider Fan-Block freute sich auf ein spannendes und vor allem sehr enges Spiel. „Es wird ein Derby, mit allem was dazugehört“, sagte er. Der ehemalige Handballer freute sich schon lange vorher auf Altlandsberg. "Ich habe in meiner Jugend selbst zum Beispiel auch gegen den heutigen MTV-Vereinschef André Witkowski gespielt. Diese Derbys sind immer etwas Besonderes.“ Im MTV-Block saß Jirka Achilles. Der war ganz anderer Meinung und sagte: „Es wird ein klarer Sieg für den MTV“.

Dabei begann die Partie für die Grünheider durchaus hoffnungsvoll. Nach je erfolglosen Angriffen auf beiden Seiten gelang dem Grünheider Matthias Henow das erste Tor. Da waren schon knapp drei Minuten gespielt. Grünheide hatte einen kurzen Lauf und ging bis auf 3:0 in Führung.

Der MTV spielte wieder mit seiner 5:1-Deckung. „Ridha Trabelsi hatte das in der Vorwoche gegen Stralsund großartig gemacht. Es gab keinen Grund, da etwas zu ändern“, sagte der Sportliche Leiter und Teammanager des MTV, Daniel Braun, vor der Partie. Überhaupt: Das Spiel und der Sieg gegen Stralsund waren  schon ein metales Plus für den Gastgeber. „Mit der offensiven Deckungsarbeit wollen wir die Kreise des Grünheider Spielmachers Konstantin Büttner einengen“, erklärte Braun weiter.

Der beste Spieler in der Halle war Marco Leupert vom MTV. Sicher verwandelte er fünf Siebenmeter und auch sonst war es eine Freude, dem lauf- und wurfstarken Altlandsberger bei seinen Aktionen zuzusehen. Insgesamt traf er achtmal. Er war es, der seine Mannschaft nach elf Minuten durch einen verwandelten Siebenmeter beim 5:5 wieder heranbrachte. Grünheide konnte dagegenhalten und lag letztmalig beim 10:9 in Führung. Zur Pause hieß es 17:13 für den MTV und schon da sah alles nach einem klaren Erfolg aus. Eigentlich – denn Benedikt Heinekamp, Co-Trainer beim MTV, war skeptisch. „Das ist jetzt eine ganz gefährliche Situation für uns. Wir haben es versäumt, kurz vor der Pause den Abstand weiter zu vergrößern. Grünheide wird mit Sicherheit noch mal alles versuchen.“

Der MTV konnte das Tempo erhöhen, und blieb auch dem 5:1-System weiter treu. Dominique Henschel übernahm die offensive Rolle und spielte dabei etwas vorgezogen. Beim Spielstand von 25:16 nahm Frank Morawetz eine Auszeit, um seine Männer doch noch einmal für einen Endspurt einzustimmen. Und Grünheide konnte tatsächlich noch einmal zulegen. Vier Tore in Folge warfen sie. „Das möchte ich auch betonen. Die Mannschaft hat Moral bewiesen. Wir sind gut ins Spiel hineingekommen, haben aber im Endeffekt zu viele Fehler gemacht. Aus kämpferischer Sicht kann ich meinen Männern keinen Vorwurf machen. Der MTV hat verdient gewonnen“, sagte Grünheides Trainer nach der Partie.

Obwohl seine Mannschaft das Spiel für sich entscheiden konnte, war auch Tilo Leibrich nicht zufrieden. „Gut, wir sind durch diesen Sieg tatsächlich Dritter der Liga. Aber im Vergleich zur Vorwoche, als wir gegen den Tabellenführer aus Stralsund so eindrucksvoll gespielt haben, blieben heute doch einige Wünsche offen. Ich habe das schon beim Warmmachen gesehen, dass heute etwas fehlen wird.“ Das Spiel endete mit 35:27 und für die Grünheider ist der Klassenerhalt längst noch nicht sicher. Sie müssen in der nächsten Woche zur SG OSF Berlin, die Stralsund beim 25:25 überraschend einen Punkt abnehmen  konnte.

MTV Altlandsberg: Philipp Pohl, Emanuel Frimpong – Phillip Gohl (4), Arian Thümmler, Florian Riegler (6), Christian Untermann, Toni Schäl (3), Stefan Kurth, Dominic Witkowski (4), Philp Höhna (3), Ridha Trabelsi (2), Marco Leupert (8), Josip Perkovic (2), Dominique Henschel (3)

Grünheider SV: Tim Justin Reisener, Denny Alpers  – Mathias Henow (4), Konstantin Büttner (4), Phillipp Hudewenz (3) Sören Klünder, Oliver-Mathis Buck, Marcel Otto, Sebastian Ackermann (5), Marc Robin Hiesener, Toni Fuchs(1), Clemens Wetzel, Tom Griebsch