Handwerk in Neuenhagen
: Preis in Berlin – Tischlerei aus der Gartenstadt ausgezeichnet

Einmal pro Jahr wird der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege vergeben. Zu den Preisträgern gehört in diesem Jahr ein Betrieb aus Neuenhagen bei Berlin.
Von
Dirk Nierhaus
Berlin/Neuenhagen
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Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2024 in Berlin, Preisträger, darunter einer aus Neuenhagen (Guido Kanter von Tischlerei Kanter GbR)

Gruppenbild mit allen Preisträgern: Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ist in Berlin vergeben worden.

Tobias Rücker/tobiasrueckerfotografie
  • Die Tischlerei Kanter GbR aus Neuenhagen erhielt den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege.
  • Preisverleihung fand im Roten Rathaus in Berlin statt; Preis für Eigentümer Dr. Joachim Köhrich.
  • Kanter GbR renovierte ein ehemaliges Frauengefängnis; wurde in Kulturzentrum mit Hotel umgewandelt.
  • Festrede von Berlins Bürgermeister Kai Wegner; sechs Denkmaleigentümer und 25 Handwerker ausgezeichnet.
  • Nächste Preisverleihung in Brandenburg und Thüringen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege wird seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) einmal im Jahr in zwei Bundesländern verliehen. Der Preis für Denkmaleigentümer ist mit 30.000 Euro pro Bundesland dotiert. Handwerksbetriebe, die an Restaurierungen beteiligt waren, erhalten Ehrenurkunden.

Diesmal sind Eigentümer in Rheinland-Pfalz und Berlin ausgezeichnet worden, die beim Erhalt ihrer denkmalgeschützten Gebäude in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk „Herausragendes“ geleistet haben. Auch ein Betrieb aus Neuenhagen taucht auf der Liste der Preisträger auf.

Große Freude in Neuenhagen

Die Tischlerei Kanter GbR ist am Mittwochabend (4. Dezember) im Roten Rathaus in Berlin bei der Verleihung des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet worden. Der Handwerksbetrieb war maßgeblich an den Renovierungsarbeiten im ehemaligen Frauengefängnis in der Söhtstraße in Berlin-Lichterfelde beteiligt.

Der Bundespreis ging an Eigentümer Dr. Joachim Köhrich, der die von 1902 bis 1906 erbaute Haftanstalt, die 2010 aufgegeben wurde, übernommen und mit einem Berliner Architekten und der Tischlerei aus der Gartenstadt in ein Kulturzentrum mit Hotel und Gastronomie verwandelt hat.

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2024 im Roten Rathaus Berlin, Ehrenurkunde für Tischlerei Kanter GbR aus Neuenhagen bei Berlin, Zweiter von links: Guido Kanter

Guido Kanter (Zweiter von links) mit der Ehrenurkunde für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege. Von links: Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Dr. Steffen Skudelny und Jörg Dittrich

Tobias Rücker/tobiasrueckerfotografie

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Das ist eine große Ehre für unseren Betrieb und natürlich auch für unsere Mitarbeiter“, sagte Guido Kanter. Er leitet die in der Eisenbahnstraße in Neuenhagen ansässige Tischlerei gemeinsam mit seinem Bruder Matthias. Dieser konnte wegen eines langfristig geplanten Urlaubs nicht an der Preisverleihung teilnehmen.

Regierender Bürgermeister hält Festrede

Die Festrede zur Preisverleihung hielt Kai Wegner (CDU). Anschließend vergab der Regierende Bürgermeister von Berlin gemeinsam mit ZDH-Präsident Jörg Dittrich und DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny Preise und Urkunden. Die Jury mit Vertretern des Landesdenkmalamts, der Architekten- und der Handwerkskammer, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie von ZDH und DSD lobte die Qualität der Projekte sowie die Präzision der beteiligten Handwerker. Sie leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Pflege historischer Bausubstanz.

Insgesamt sind sechs Denkmaleigentümer und 25 Handwerker verschiedener Gewerke aus Berlin und Brandenburg ausgezeichnet worden. Im kommenden Jahr wird der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege in Brandenburg und Thüringen verliehen.