Im April: Neuauflage des Lichterfestes in Strausberg
Erwartungen gedämpft
Die Bürgermeisterin kündigte außerdem eine Neuauflage des Lichterfestes an, das zur 775-Jahr-Feier die Strausberger begeistert hatte. „Damals war es sehr opulent und ging bis in den Morgen, so viele Mittel können wir dieses Mal nicht einsetzen, aber es wird etwas rund um den Markt vorbereitet“, dämpfte sie zu große Erwartungen. Nähere Angaben zum Programm konnte sie nicht machen, doch werde es sicher gastronomische Angebote geben. Jedes Jahr könne sich die Stadt solch ein Fest nicht leisten, doch zur 780-Jahr-Feier gibt es diese Ausnahme. Für das nächste Jahr ist dann wieder ein Platzkonzert mit dem Heeresmusikkorps angedacht. Ein anderes Highlight der 775-Jahr-Feier wurde im Altstadtausschuss, der diesmal geflissentlich ausufernde Debatten um die Verkehrslösung in der Altstadt umging, ebenfalls wieder aufgegriffen: die Blumenampeln an den Straßenlaternen. Vorsitzender Patrick Hübner (UfW/Pro Strausberg) und Ausschussmitglied Enrico Nickel (Zusammen für Strausberg) hatten sämtliche Protokolle der Sitzungen des zeitweiligen Ausschusses in der vorigen Legislaturperiode ausgewertet und waren dabei auf den Auftrag an die Verwaltung gestoßen, Angebote für das Aufhängen, Bepflanzen und Pflegen von Blumenampeln, die ja von der 775-Jahr-Feier noch vorhanden sind, einzuholen. In der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl im Mai 2019 sei dieser Auftrag ergangen, ein Ergebnis aber nie mitgeteilt worden. „Ich habe das Thema in der Dienstberatung angesprochen und sofort von kompetenter Seite zu hören bekommen, dass das zu teuer ist“, sagte Bürgermeisterin Elke Stadeler.
Hübner nannte als Quintessenz der durchforsteten Protokolle: „Alle Ideen und Vorschläge, die wir hier geäußert haben, gab es schon in allen Colorationen und Variationen. Das sollte uns aufhorchen lassen!“ Nickel beklagte, dass viele Aufträge an die Verwaltung nie abgerechnet und Stadtverordnetenbeschlüsse nicht umgesetzt wurden: „Eine Bürgerbefragung ist beschlossen, aber nie organisiert worden, es ist immer noch kein zentraler Ansprechpartner für unseren Ausschuss im Rathaus benannt, das Widerspruchsverfahren zur Ablehnung der Spielstraße ist nicht weiterverfolgt und kein Angebot für die Blumenampeln eingeholt worden.“ Wolfgang Türke forderte: „Die Beschlüsse und Handlungsempfehlungen aus den Protokollen sollten wir aufnehmen und ihre Umsetzung kontrollieren.“ Eine Mehrheit gab es schließlich für den vom Vorsitzenden Patrick Hübner vorgeschlagenen Fahrplan: Zuerst werden die alten Beschlüsse und Ergebnisse abgearbeitet. Dann sucht sich jedes Mitglied zwei konkrete Punkte, die es umgesetzt haben möchte. Drittes ist eine Prioriätenliste dieser Vorhaben, aus der viertens ein Fragebogen erarbeitet wird, der zu Bundestagswahl 2021 von den Strausbergern ausgefüllt werden soll.

