Netzwerkpartner aus dem Familienbündnis, Offizielle, Kommunalpolitiker, Förderer und Sponsoren, aber auch die kleinen Gratulanten aus der DRK-Kita Zauberwald von nebenan haben das zweitägige Fest zum zehnten Geburtstag des Aktivspielplatzes „Das Verrückte Paradies“ des Jugendsozialverbundes (JSV) in Strausberg-Ost am Montagvormittag eingeleitet.
Zunächst sangen die Kinder mit ihrer Erzieherin Manuela Stief die „Liebe, liebe Sonne“ herbei und das unvermeidliche „Happy Birthday“, bevor sie eine musikalische Flugreise über Deutschland, England, die Türkei und die arabische Wüste mit jeweils landesprachlichen Elementen darboten.

Politik steht dahinter

Die Vorsitzende des Trägervereins Jugendsozialverbund Strausberg, Heidemarie Schulze, begrüßte unter den zahlreichen Festgästen Aktivisten der ersten Stunde wie Ute Wendorff, die damals das Strausberger Bündnis für und mit Familien leitete, und Jutta Bleibaum, die Nestorin des JSV. 2013 hat der freie Träger den Spielplatz übernommen und seither mit fest angestellten Mitarbeitern wie André Rose und Maja Reinke sowie Teilnehmern verschiedener Maßnahmen wie Bundesfreiwilligendienste und von der Stadt geförderten Personalstellen zuverlässig betrieben. „Sie müssen nur rechtzeitig die gut begründeten Anträge einreichen, dann werden die Verwaltung und die Stadtverordneten wie bisher verlässlich an Ihrer Seite stehen“, versprach Bürgermeisterin Elke Stadeler in ihrer Glückwunschrede, bei der sie von der kleinen Amea unterstützt wurde. „Zehn Jahre klingt nicht viel, aber für solche Projekte sind zehn Jahre eine beachtliche Zeit, das schafft nicht jeder“, sagte die Bürgermeisterin. Sie freue sich, dass sie sich damals von Ute Wendorff dazu bewegen lassen habe, das stadteigene Grundstück für einen Aktivspielplatz zur Verfügung zu stellen.

Reservisten spenden 200 Euro

Als ständige Unterstützer traten Oberstabsfeldwebel Daniel Dobrawa und Stabsfeldwebel Thomas Kohl von der Strausberger Kameradschaft des Deutschen Bundeswehrverbandes vor die Festgesellschaft. „Wir haben gesammelt und freuen uns, heute einen symbolischen Scheck über 200 Euro überreichen zu können“, sagte Dobrawa.
Bündnispartnerin Marina Kohring von der Regionalen Kontaktstelle für Integration und Selbsthilfe erinnerte an gemeinsame Aktionen des Familienbündnisses auf dem Spielplatz und zeigte Fotos dazu. Sie kündigte ihren bevorstehenden Ruhestand an und stellte ihre Nachfolgerin, Martina Grunow, vor.
Der Aktivspielplatz Strausberg-Ost feiert 10. Geburtstag

„Verrücktes Paradies“ Der Aktivspielplatz Strausberg-Ost feiert 10. Geburtstag

Unter großem Hallo fuhr Andreas Reinke vom SiLa Haus- und Grundstücksservice einen originalverpackten Benzinrasenmäher auf einer Schubkarre vor. SiLa-Geschäftsführerin Sylvia Lange und Mitarbeiterin Christin Rössner überreichten die Spende der im Quartier tätigen Firma an den Spielplatz. Es ist bei Weitem nicht die Erste, ebenso wie von den Reservisten.

Brief der Sozialarbeiterin

Ute Wendorff ist seit sieben Jahren aus Strausberg weggezogen. Sie habe sich sehr über die Einladung gefreut, sagte sie gerührt, und rührte dann die Gäste, indem sie einen Brief von Sozialarbeiterin Anja Looke an den Aktivspielplatz verlas: „Du bist einfach knorke!“, heißt es darin. Der Stadtteil habe ihn gebraucht und laut nach ihm gerufen. Nun werde er hoch geschätzt von Kindern, Eltern und Mitarbeitern.
Heidemarie Schulze zog schließlich noch ein anerkennendes Corona-Fazit: „Als der Lockdown fast nichts mehr zuließ, haben sich die Mitarbeiter engagiert, dass die Kinder besser durch die schwere Zeit kommen. Es gab Gespräche über den Gartenzaun, die Osterwippe, Briefe und Besuche.“ Der Spielplatz ist, wie Anja Looke schrieb, im Strausberger Osten ein „Dreh- und Angel- und Ruhepunkt“.