Junge Tüftler: Roboter-Bauer aus Rüdersdorf träumen von Kentucky

Einsatzbereit: Die Rüdersdorfer Robotik-AG mit Vincent Fratzscher, Marie-Thérèse Füllgrabe, Julius Wiedmann und Leonhard Gatz (v. l.) tritt bei den German Masters an.
Oliver JastramTeamarbeit statt Konkurrenz
Grund zur Entmutigung? Auf keinen Fall. Vincent, der mit viel Einsatzbereitschaft vorangeht und seit der fünften Klasse Teil der AG ist, will in den freiwilligen Stunden am Nachmittag den Roboter zu Höchstleistungen bringen. Das Engagement ist notwendig. Schon am Dienstag wird sich das Team bei den German Masters in Berlin messen. Dort liegt das Hauptaugenmerk nicht auf dem Kampf gegen die Konkurrenz, sondern auf der Teamarbeit – mit anderen Teilnehmern müssen Allianzen geschmiedet werden, statt sich gegenseitig zu bekriegen. Mit ihrem selbst gebauten und programmierten Roboter müssen entweder für Punkte mit Würfeln Türme gebaut oder diese in entsprechenden Behältern platziert werden. Anzumerken ist hierbei, dass die Robotik-AG den Robotern auch eine autonome Herangehensweise einverleibt, die dann ohne Steuerung eines Fahrers auskommen können. Hierbei helfen nicht nur höherklassige Schüler, sondern auch der Informatiklehrer Veikko Perl. Dieser leitet die Arbeitsgemeinschaft und betreut das wöchentliche Treffen der Schüler. Immer wieder betont er die Einsatzfreude der Kinder, die oft sogar freiwillig länger in der Schule bleiben, um ihre Roboter zu Höchstleistungen zu treiben.
Ziel ist die Weltmeisterschaft
Im Jahr 2018 ist es schon einmal passiert – Schüler des Heinitz-Gymnasiums hatten sich für die Weltmeisterschaft in Kentucky qualifiziert und in einer Design-Kategorie sogar den ersten Platz erzielt. Informatiklehrer Veikko Perl sieht auch für dieses Jahr gute Chancen. Um das Ziel aber zu erreichen, muss ein anderer Teil der Gruppe bereits am Montag bei den German Masters in ihrer Disziplin Eigenwerbung betreiben, während die Gruppe um Vincent am Dienstag gefragt ist. Bei einem Erfolg käme viel Aufwand auf Veikko Perl zu. Die Suche nach Sponsoren, die Organisation der Reise und mehr – all das wäre es wert, um sich auf der großen Bühne zu präsentieren.