Karneval: Mit 15 Jahren steht Jodi-Ann Stach ganz im Rampenlicht

Premiere: Jodie-Ann Stach (15) mit Sybille Künkel beim ECC-Saisonauftakt
Thomas BergerBeim internen Casting entdeckt
Dass man vereinsintern ein richtiges Casting veranstaltet habe, um auch an dieser Stelle talentierten Nachwuchs zu fördern, hatte diese eingangs verraten. Und dass Jodie, bisher lediglich tänzerisch mit anerkanntem Talent, bei den Proben auch in dieser Hinsicht überzeugen konnte. Nachdem im Vorjahr bereits Sybille Künkels Tochter Angelina, ein paar Jahre älter als Jodie, ebenfalls ihre Moderatorenqualitäten im erfrischend lockeren Duo mit der Mutter unter Beweis gestellt hatte, bietet nun auch Jodie erkennbar Potenzial.
Es ist ein Lernprozess, den die Schülerin da zu absolvieren hat. Nicht zuletzt, dass es auf gute Vorbereitung ankommt. An Ausstrahlung zumindest mangelt es ihr nicht, den lockeren Ton hat sie ohnehin drauf, auch vor spontanen, situationsbedingten Abwandlungen und Ergänzungen muss sie keine Sorge haben. Die nötige Selbstdisziplin bringt sie allemal mit: 2011 war es, als sie als kleine Nachwuchstänzerin loslegte, inzwischen ist sie im Aufstieg zwischen den Gruppen bei den jungen Damen der Ü15 angelangt und Co-Trainerin der Junioren. „Es gibt manchmal so einen Flow, wenn man sich einen neuen Tanz ausdenkt“, verriet sie über die Entstehung von „Mit einem Lied auf den Lippen kann jeder Clown entzücken“, die neue Schautanz-Nummer ihrer Truppe. An einem einzigen Abend wurden sie und ihre Trainerkollegin mit der Choreografie fertig, die die Mädels danach einstudierten.
Sybille Künkel ist seit 38 Jahren dabei und war 14, als sie erstmals an dieser Stelle im Vorgängergebäude tanzte. Lange ist das her. Noch gut können sich aber auch viele Gäste im Publikum an eine Karnevalssaison der jüngeren Vergangenheit erinnern: „Da war ich noch in der Jugendgarde und eine Fee“, blickt Jodie bei einem solchen persönlichen Zeitsprung zurück. Eine Anmoderation musste sie tagesaktuell abändern. „Das Single-Leben ist auch ganz schön“, hatte sie an der Stelle eigentlich sagen wollen. „Doch das stimmt nun seit gestern nicht mehr.“