Kontrolle auf B1 und B5: Etliche Raser in MOL gestoppt, das war der Spitzenreiter

Mit einer groß angelegten Kontrollaktion hat die Polizei auf der B1 und B5 Jagd auf Raser gemacht. Der Schnellste hatte ordentlich aufs Gaspedal getreten. (Symbolbild)
Dennis Lloyd Brätsch- Polizei kontrollierte B1 und B5 im Berliner Umland – Fokus auf Tempoverstöße.
- In Dahlwitz-Hoppegarten wurde ein Pkw mit 102 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen.
- Auf der B1 wurden an zwei Tagen 54.726 Fahrzeuge erfasst, auf der B5 weitere 5.332.
- Stationäre Blitzer zählten 645 Tempoverstöße, Laser-Kontrollen stoppten 46 Fahrer.
- „Speedwoche“ in der Region: 112.000 Messungen, 3.856 Tempoverstöße, auch Alkohol- und Drogenfahrten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Autofahrer aus Polen hat bei groß angelegten Geschwindigkeitskontrollen der Polizei auf der Bundesstraße B1 für den drastischsten Verstoß gesorgt: In der Ortslage Dahlwitz-Hoppegarten wurde der Pkw mit 102 Kilometern pro Stunde gemessen – erlaubt waren lediglich 50 km/h. Damit war der Wagen mehr als doppelt so schnell wie erlaubt.
Die Messung erfolgte im Rahmen koordinierter Kontrollen der Polizeidirektion Ost gemeinsam mit den Landkreisen Märkisch-Oderland, Oder-Spree und der Stadt Frankfurt (Oder). Der Fokus lag dabei gezielt auf den stark befahrenen Bundesstraßen B1 und B5 – beides zentrale Verkehrsachsen im Berliner Umland.
Tausende Fahrzeuge überprüft – hunderte Verstöße
Allein auf der Bundesstraße B1 wurden an zwei Kontrolltagen Mitte April insgesamt 54.726 Fahrzeuge erfasst. Auf der B5 waren es weitere 5.332 Verkehrsteilnehmer. Dabei registrierten die stationären Blitzer insgesamt 645 Geschwindigkeitsverstöße. Zusätzlich stoppten Polizisten mit Lasermessgeräten 46 Fahrer, die zu schnell unterwegs waren. Der Fall des polnischen Pkw auf der B1 sticht dabei besonders heraus.
Die Bundesstraßen B1 und B5 gelten seit Jahren als besonders belastete Verkehrsadern im östlichen Berliner Umland. Pendlerverkehr, Durchgangsverkehr und Baustellen sorgen regelmäßig für wechselnde Verkehrslagen – und damit auch für Risiken. Geraden in Ortslagen wie Hoppegarten (bei Müncheberg) und Rüdersdorf kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und Unfällen.
Zahl der Unfalltoten fast verdoppelt
Dass die Polizei ihre Kontrollen verstärkt hat einen ernsten Hintergrund: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Hauptursache überhöhte Geschwindigkeit ist in der Polizeidirektion Ost zuletzt deutlich gestiegen. Während die Gesamtzahl der Unfälle rückläufig ist, nahm die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle von 1.277 im Jahr 2024 auf 1.512 im Jahr 2025 zu – ein Anstieg um 18 Prozent.
Noch alarmierender ist die Entwicklung bei den tödlichen Unfällen: 30 Menschen verloren im vergangenen Jahr bei Unfällen infolge zu hohen Tempos im Bereich der Polizeidirektion Ost ihr Leben – fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor, in dem die Zahl bei 16 lag.
Warum die Kontrollen auf der B1 und B5 zunehmen
Die Kontrollen auf B1 und B5 waren Teil einer umfangreichen Aktionswoche („Speedwoche“), an der sich Polizei und Kommunen beteiligten. In der gesamten Region wurden dabei an 156 Kontrollstellen mehr als 112.000 Fahrzeuge gemessen.
Das Ergebnis: 3.450 Tempoverstöße durch stationäre Technik sowie weitere 406 Verstöße bei direkten Kontrollen mit Lasermessgeräten. Zusätzlich stellten die Beamten auch andere Verkehrsdelikte fest – darunter zehn Fahrer unter Alkoholeinfluss und sieben mutmaßlich unter Drogeneinfluss.
Nach Angaben der Polizeidirektion Ost verfolgt die Polizei mit der Beteiligung an der „Speedwoche“ das Ziel, festgestellte Verstöße nicht nur zu ahnden, sondern auch das Bewusstsein für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit zu schärfen. Auch Kommunen setzen zunehmend auf eigene Messtechnik, um Tempolimits durchzusetzen.


