Der Bienenbaum ist im Frühjahr vom Bürgerverein Bollensdorf neben der neuen Sportanlage gepflanzt worden, gut angewachsen und gedeiht prächtig. In trockenen Monaten haben auch Mitglieder des Geschichtskreises bei ihren wöchentlichen Zusammenkünften den Baum mit gegossen. Die Bienen danken es: Neuenhagen summt. Schräg gegenüber steht eine historische Scheune. In ihren Mauern aus ungebrannten Ziegeln nisten Feldbienen. Da zumindest das Scheunendach im Zuge der Sanierung und Gestaltung des ganzen Areals neben der Dorfkirche Bollensdorf erneuert werden soll, hat die Gemeinde aus solchen ungebrannten Ziegen schon eine Art Ersatzmauer gebaut, wo inzwischen vier Bruten Feldbienen heimisch sind.
Gemeinde, Bürgerverein und Geschichtskreis haben am Sonnabendvormittag unter dem Bienenbaum viel Einigkeit in ihren Zielen demonstriert. Bürgervereinsvorsitzender Rainer Becker hatte Bürgermeister Ansgar Scharnke zum Bürgergespräch über den angestrebten Sport- und Geschichtspark in die Dorfkirche eingeladen, und auch die Vorsitzende der Gemeindevertretung Ilka Goetz (Die Linke) und die in der Verwaltung für Straßen- und Tiefbau sowie Grünflächen zuständige Gabriele Niether sowie Klaus Wegner und Martin Grabow vom Geschichtskreis waren mit rund zwei Dutzend Bollensdorfern zum Gespräch gekommen.
Am Thema interessiert
Die Einigkeit beschränkt sich nicht auf den Wildbienenschutz, sondern zeigte sich auch in dem Ziel, einen öffentlichen Sport- und Geschichtspark im historischen Gemeindezentrum zu entwickeln und dabei alle flankierenden Aspekte wie die Bedürfnisse der wachsenden Schülerschaft und die Ordnung und Sicherheit auf dem Areal sowie die Interessen der Senioren zu beachten. Vom Bienenbaum aus sahen die Teilnehmer die neuen 100-Meter- und 300-Meter Laufbahnen, zwei Kugelstoßanlagen und andere Teile. Die Grundschule am Schwanenteich – in dem nach aktuellen Regentagen auch wieder Wasser ist – ist jetzt durchgängig vierzügig. Für sie wird auf dem Areal noch eine Sporthalle gebaut, die dringend gebraucht wird. Deren Baugenehmigung liege jetzt vor, informierte Bürgermeister Ansgar Scharnke dann in der Kirche. Die Ausschreibungen der Arbeiten laufen. Am 4. November sollen bereits die Bauarbeiten starten. Wichtig sei auch die Regenentwässerung auf dem Gelände, damit bei Regen nicht das Wasser auf die Nachbargrundstücke laufe.
Gabriele Niether und Ansgar Scharnke fanden Verständnis für ihr Anliegen, mit dem Anlegen des erwünschten Rundweges durch den künftigen Sport- und Geschichtspark bis Ende 2020 zu warten. Denn wenn nächstes Jahr die Sporthalle gebaut werde und das Dach der Scheune erneuert, dann seien schwere Baufahrzeuge zu gewärtigen, die einen asphaltierten Fußweg beschädigen würden.
Ansgar Scharnke nutzte das Bürgergespräch auch, um über andere zentrale Themen zu informieren. Beim Thema Straßenbau im alten Ortszentrum bröckelte die Einigkeit mit dem Bürgervereinsvorsitzenden Rainer Becker bezüglich des Einbaus von Granit- oder Betonpflaster.

Die Bollensdorfer Kirche als Galerie


Derzeit hängt im Gotteshaus der evangelischen Verheißungskirchgemeinde eine Ausstellung mit Bildern der Neuenhagener Lehrerin Annemarie Fahle. Die nächste Vernissage ist am 15. November für 11 Uhr geplant. Dann stellen die Montagsmaler aus dem Seniorenclub von 50 Hertz aus. Die Austellungseröffnung wird der Kammerchor Marzahn mit Herbstliedern umrahmen. js