Was ist am Dienstagabend, 15. November, in Strausberg Vorstadt genau passiert? Dieser Frage geht nun die Kriminalpolizei der Direktion Ost nach. Was sich in der Straße Am Kieferngrund unweit der Lise-Meitner-Oberschule genau abspielte, ist jetzt Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Mehreren Zeugen zufolge soll hier am Abend eine große Gruppe Jugendlicher – die Polizei spricht von vier Personen – unterwegs gewesen sein, als sie gegen 19.40 Uhr unvermittelt von einem Unbekannten bedroht und angegriffen worden sind. Dieser soll laut Polizeiangaben von Mittwochmorgen aus dem nahegelegen Wald gekommen sein. Zeugen sprachen am Abend davon, dass der Täter mit einem Hammer und sogar einer Schusswaffe unterwegs gewesen sein soll. Laut den Erkenntnissen der Polizei soll er die jungen Leute mit Stöcken und Steinen beworfen haben. Auch soll der Mann dabei einem Jugendlichen einen Stock in die Magenkuhle gestoßen haben. Dass in dieser Situation auch ein Hammer im Spiel war, konnte die Polizei am Mittwochmorgen nicht bestätigen.
Nach der ersten Attacke soll sich der Mann in den Wald zurückgezogen haben und dann mit einem Messer zurückgekommen sein. Damit habe er einen 20-Jährigen bedroht und schließlich einen 18-Jährigen verletzt. Anschließend flüchtete der Mann. Die Polizei entdeckte ihn wenig später an der Landhausstraße in Strausberg. Auf seiner Flucht soll der Tatverdächtige mehrere Gegenstände weggeworfen haben, darunter auch einen Hammer. Außerdem warf mit einem Kantholz nach den Beamten, traf sie jedoch nicht. Wie die Polizei nach der Festnahme feststellte, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Angreifer um einen 32-Jährigen. Ein Drogentest verlief negativ. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung, der der Mann laut Polizeiangaben zugestimmt hatte, sind keine Waffen oder andere gefährliche Gegenstände oder Drogen gefunden worden.
Die Kriminalpolizei der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland hat noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen, wegen zur gefährlicher Körperverletzung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und aufgrund von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.