Neujahrsempfang: Auch stille Helden im Rampenlicht
Jeder trage ein kleines Museum in sich, in dem sein Leben abgebildet werde, fasste die Pädagogin, die zur Schulleitung gehört, nach einem Auszug aus „The big five for life“ (Deutscher Titel: „Was wirklich zählt im Leben") des Amerikaners John Strelecky zusammen. Die Eingeladenen trügen dazu bei, das Leben in der Schule bunter und leichter zu machen, und sei es nur, wenn mit einem Lächeln die Frage komme: „Kann ich helfen?“
Zunächst bat der stellvertretende Schulleiter Jens Sonnenberg – seine Chefin konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein – Lehrerinnen nach vorn. Zum Beispiel Regina Auerbach. Sie ist federführend bei den Benefizaktionen für Sambia, Tutorin und „eine tolle Hilfe“, weil sie ein offenes Ohr auch für persönliche Probleme von Schülern habe, lobte er. Zudem konnte sie auf ihr 40-jähriges Dienstjubiläum zurückblicken. Anke Ziebart und Anke Meier wurden als Chefin der Fachkonferenz Geografie, Organisatorin von Olympiaden und geschätzte Akteurin im Hintergrund bzw. für das eigenständige Aufspüren und Erledigen von Aufgaben und zusätzliche Leistungen wie den Probeunterricht für Siebtklässler gewürdigt. Zudem ging ein Dank an Sprachassistentin Judith Orsini, Französisch-Muttersprachlerin. Schließlich ist das Heinitz-Gymnasium eine Schule, an der das deutsch-französische Abitur AbiBac abgelegt werden kann.
Für die Schülerehrungen gab es verschiedene Kategorien. Als erfolgreiche Teilnehmer an schul-internen und übergreifendenFacholympiaden konnten sich Jolanda Liebe, Frederik Korfmann und Jakub Merta ins Ehrenbuch eintragen, für gutes Abschneiden bei Fremdsprachenwettbewerben Marie-Thérèse Füllgrabe (DELF-Gewinnerin), Leni Wall, Karoline Knobbe (3. Landespreis) und Kim Plischke sowie für hervorragende Leistungen in Physik, Mathe oder Biologie Amélie Dushe, Max Plaumann, Moritz Lamprecht, Marius Mann und Vincent Fratzscher. Letzterer erhielt ein Lob für seine Tätigkeit in der Lego-Robotik-AG.
Durch besonderes Engagement in und für die Klassen, zum Beispiel als Klassensprecher, Leistungsträger oder Unterstützer für Schüler, die krankheitsbedingt ausfallen, haben sich Justus Schönberner, Caren Kuhnke, Anna Krasselt, Joline Kühnlenz und Franz Bursche hervorgetan. Sonnenberg nannte sie die „stillen Helden“, da sie zum Teil eher im Verborgenen wirkten. Einsatz über Klasse oder Schule hinaus im Sport, als Wahlhelfer oder beim Benefizkonzert wurde für Ann-Christin Kortshagen, Nele Lachmund, Verena Rothe, Leonie Seidlitz, André Riedel, Charlotte Altmann, Lennox Doernbrack und Tim Felgentreu vermerkt. Letzterer sei trotz langer Fahrwege immer bereit, Veranstaltungen der Schule musikalisch zu untermalen, auch kurzfristig.
Etwa zwei Dutzend weitere Schülerinnen und Schüler hatten für ihre gute Arbeit ebenfalls Einladungen zum Empfang erhalten, allerdings noch ohne Eintragung ins Ehrenbuch. Das ist mittlerweile ohnehin fast voll, lediglich eine Seite für die Jahrgangsbesten 2019/20 ist noch frei. Es muss also zum neuen Schuljahr ersetzt werden. Denn den Empfang gibt es seit mittlerweile 25 Jahren.
Finale für Margit Nischka
So lange ist auch Margit Nischka aus der benachbarten Grund- und Oberschule bereits dabei gewesen, hat mit ihren Klassen stets ein kleines Kulturprogramm geboten. Diesmal mit der 2b zum Thema streiten und versöhnen. Für sie war es der letzte derartige Auftritt, weshalb sie zum Finale selbst eine Ballade zum Besten gab. „Vielleicht komme ich ja doch wieder vorbei“, sagte sie zum Abschied. "Ich kann nicht ohne Schule“, bekannte sie. Und sie habe Freude daran. Freude bereiteten neben den Grundschülern auch noch Fünftklässler aus dem Gymnasium mit Gitarre, Violine, Klavier und Chorgesang.
Bürgermeisterin Sabine Löser würdigte, die ganze Schule leiste einen Beitrag für die Gemeinde Rüdersdorf, die Eingeladenen würden aber noch herausstechen. Vielleicht könne man ja an der einen oder anderen Stelle „noch mehr zusammenrücken“ und gemeinsame Dinge starten. Zudem sprach sie die Hoffnung aus, dass jeder seinen Weg auch nach der Schule finde. Vielleicht sei ja dabei ein „Schnupperpraktikum“ im Rathaus hilfreich. Auch sie habe schließlich nicht vorgehabt, Bürgermeisterin zu werden.
Am Sonnabend können sich übrigens Interessierte bei einem Tag der offenen Tür selbst ein Bild vom Gymnasium machen (siehe links).

