Allein um die 500 Bürger könnten sich an der Berliner Straße am südwestlichen Ufer des Stienitzsees in Hennickendorf ansiedeln, wo die Stienitzsee Real Estate GmbH inzwischen die ersten Baufelder erschließen lässt. Seit 2009 hatte der Eigentümer eine bestätigte Planung für das Areal Alte Ziegelei/Tonloch, und 2018 ging es mit ersten Vorarbeiten los. Der Bauchef im Rüdersdorfer Rathaus rechnet mit etwa 130 bebaubaren Grundstücken. Auf der anderen Straßenseite seien auf Flächen des gleichen Eigentümers mit dem Gebiet Villa Thyssen und Gartensiedlung weitere ca. 60 bzw. 20 Parzellen möglich. Und für ein kleineres Gebiet am Lichtenower Weg, etwa 7000 Quadratmeter im Ganzen, gebe es bislang nur den Aufstellungsbeschluss, sei aber ein Vertrag mit einem Projektentwickler in Vorbereitung, informierte er. Ein knappes Dutzend Häuser hätte dort Platz.
Knapp 140 Wohneinheiten hält Knobloch beim Projekt "Brückenstraße/Bergblick", einem knapp vier Hektar großen Areal zwischen der Rüdersdorfer Berg- und Brückenstraße, für möglich. Die erste Bebauung in dem Wohn- und Mischgebiet befindet sich nach seinen Worten "im Antragsverfahren". Bereits umgesetzt sei in Rüdersdorf hingegen die Bebauung am Markt mit zwölf Wohneinheiten, die die Wohnungsbaugesellschaft realisiert hat. In unmittelbarer Nähe wird in naher Zukunft mit der Entwicklung des Areals um die "Villa Irene" und benachbarte Holländerhaus an der Straße der Jugend gerechnet. Die Ruinen sollen aufgemöbelt werden und im Umfeld vier dreigeschossige Häuser entstehen. Insgesamt könnten dort 40 Familien ein neues Zuhause finden, überschlägt der Baufachbereichsleiter.
In die Gänge kommen könnte demnächst auch das Projekt Woltersdorfer Straße, wo einmal bis zu 800 Wohneinheiten vorgesehen waren. Für das Vorhaben ist ein Erschließungsvertrag ausgearbeitet, der bei der nächsten Gemeindevertretersitzung auf der Tagesordnung steht. Hingegen sei ein anderes Vorhaben "eingeschlafen": Eine freie Fläche im Bereich Feuerbach-/Schillerstraße zwischen Berghofer Weg und Stolpkanal. Die rund 1,5 Hektar seien als Bodendenkmal geführt, vielleicht sei deshalb das Interesse erst einmal verflogen.

Zuwachs durch Tesla-Pläne

Unklar ist auch noch, ob in Lichtenow die "Eigenheimsiedlung" mit 60 Häusern noch zum Tragen kommt. Zuletzt gab es noch einmal Gespräche, obwohl bereits Bestrebungen liefen, die Planung aufzuheben, weil Erschließungsfragen nicht abschließend geklärt waren. Der Ortsbeirat hat sich nach MOZ-Informationen bereit erklärt, einem potenziellen neuen Investor eine Chance zu geben, dafür aber auch eine Reihe von Hinweisen formuliert. Nach bisherigen Erfahrungen hege man aber wenig Zuversicht, hieß es.
Neben den genannten B-Plänen gibt es noch weitere für Gewerbe und Wochenendhausgebiete, listete Knobloch auf. Bürgermeisterin Sabine Löser rechnet auch zu Wohnzwecken im Zusammenhang mit der Tesla-Ansiedlung mit Zuwachs. In den nächsten Monaten würden entsprechende Potenziale erarbeitet.