Pflanzen: 110 neue Bäume für Strausberg
Zwei Jahre ohne Neupflanzungen
Für die Maßnahmen stünden der Fachgruppe Tiefbau/Grünflächen in der Verwaltung in diesem Jahr 85 000 Euro zur Verfügung. Hinzu kämen Mittel aus Forderungen zu Ersatzpflanzungen kleinerer Bauvorhaben und in öffentlichen Einrichtungen, erklärte Caroline Haitsch-Berg. Die Pflanzungen gehen über reine Ausgleichsmaßnahmen hinaus. Wie die Bilanz zeigt, stehen 177 Fällungen im Zeitraum der Jahre 2016 bis 2018 mit den jetzt geplanten Pflanzungen 297 neue Bäume gegenüber. Während in den Jahren 2016 und 2017 nicht nachgepflanzt worden sei, seien die Ausfälle im Pflanzjahr 2018 mehr als kompensiert worden. Zu den ohnehin geplanten 95 kamen damals 92 Neupflanzungen. Und den im Jahr 2018 gefällten 68 Exemplaren stehen die oben genannten 110 gegenüber, die die Garten- und Landschaftsbaufirma Brodmann aus Biesenthal nun im Auftrag der Stadt in die Erde bringt.
Die Pflanzungen erfolgen quer über das Stadtgebiet, zuerst in der Vorstadt. Die Stadt verfolge seit Längerem das Ziel, dem Klimawandel durch die Auswahl geeigneter Baumarten entgegenzuwirken, sagt Caroline Haitsch-Berg. Denn die anhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre erfordere einen erhöhten Pflegeaufwand. Von Baumhaseln über Hainbuchen und Trompetenbäume bis hin zu Spitzahornen, Stadt-Linden und Ulmen gibt es eine große Bandbreite bei den Neupflanzungen. Sie sind sowohl Ersatz für durch Trockenheit abgestorbene Bäume als auch für solche, die generell weniger widerstandsfähig sind und daher ersetzt werden. So wurde bereits im vergangenen Jahr in der Elisabethstraße begonnen, die Lücken in der Kopfbaumreihe durch Stadt-Linden zu ersetzen. „In diesem Jahr müssen einige der noch vorhandenen Kopfbäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden“, sagt die Stadtsprecherin. Dafür würden insgesamt elf Stadt-Linden gepflanzt. „Bis 2020 soll der Umbau abgeschlossen sein, so dass sich die Elisabethstraße wieder als vollständige Allee präsentiert.“ Bereits im Pflanzjahr 2018/2019 abgeschlossen worden sei der Umbau der Baumreihe in der Goethestraße am Handelscentrum. „Hier sind die Pappeln durch Säuleneichen ersetzt worden“, sagt Caroline Haitsch-Berg.
Weiches Holz als Nachteil
Der Nachteil von Pappeln sei, dass sie sehr weiches Holz hätten und stark bruchgefährdet sind, sagt Ralf Bergk, der als Bauleiter der Firma Brodmann die derzeitigen Pflanzungen überwacht. Sie seien zu DDR-Zeiten vor allem in großen Wohngebieten gepflanzt worden, „weil sie gut wachsen und schnell grün sind“, sagt er. „Aber im Unterhalt und der Pflege sind sie sehr teuer.“
Generell, berichtet Caroline Haitsch-Berg, befänden sich die etwa 8700 städtischen Bäume auch nach zwei trockenen Sommern „in einem relativ guten Zustand“. „Wir haben insbesondere die Jungbäume intensiv gewässert. Wie die Altbäume mit der langen Trockenheit zurechtkommen, kann man aber frühestens in zwei bis drei Jahren sagen.“ Die Bäume bräuchten vor allem Wasser. „Davon haben sie diesen und letzten Sommer leider zu wenig bekommen. Und wir haben nicht die Kapazitäten, jeden einzelnen Baum zu wässern. Wir freuen uns daher immer, wenn Anwohner einige Liter Wasser für Bäume in ihrem Umfeld bereitstellen.“
Das Wässern der städtischen Pflanzen und Bäume koste die Stadt jährlich etwa 10 000 Euro. Für Baumkontrollen, Anpflanzungen und sonstige Pflege stünden insgesamt 310 000 Euro im Jahr zur Verfügung.
Baumpflanzungen im Stadtgebiet
Auszug aus den vorgesehenen Baumpflanzungen: Kita Spatzennest/Am Marienberg 63/64 ein rotblättriger Ahorn, fünf schmalkronige Gleditschien; Grünflächen und Schulhof Lise-Meitner-Oberschule 17 Bäume, davon sieben Hainbuchen; Rudolf-Egelhofer-Straße einschließlich Parkplatz 16 Bäume, davon elf Schwedische Mehlbeeren; August-Bebel-Straße drei Vogelkirschen; Tolstoistraße drei Baumhaseln; Am Flugplatz 24 Spitzahorne; Goethestraße drei Säuleneichen; Elisabethstraße elf Stadt-Linden; Gustav-Kurtze-Promenade drei Stadt-Linden; Fontanestraße drei Stadt-Linden; Landhausstraße fünf Linden "Rancho"; Aktivspielplatz drei Bäume⇥red

