Photovoltaik in MOL
: Welche Gefahr gibt es im Brandfall? – Feuerwehr probt Ernstfall

Welche Gefahren gehen von Photovoltaik-Anlagen aus, wenn es einmal brennt? Diese Frage beschäftigt viele Feuerwehren. Eine Firma aus Eggersdorf klärt auf.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Strausberg
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Photovoltaik-Anlagen werden immer beliebter im privaten Haushalt. Was, wenn es einmal brennt?

Dennis Lloyd Brätsch

Immer mehr Hausbesitzer haben sie auf dem Dach, ganze Felder werden mit ihnen zur Energiegewinnung ausgestattet. Photovoltaik erfreut sich immer größerer Beliebtheit, um aus Lichtenergie Strom zu erzeugen. Doch gerade für Feuerwehren sind neue Technologien auch immer mit neuen Gefahren und Herausforderungen verbunden.

Eine Firma aus Eggersdorf hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, mit Vorurteilen aufzuräumen und offene Fragen der Brandbekämpfer zu beantworten.

Firma schult Feuerwehrleute aus dem Landkreis MOL

In einer Schulung am Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Strausberg wurden am Samstagmorgen (11. November) Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Märkisch-Oderland mit der Photovoltaiktechnik vertraut gemacht.

Mitarbeiter der Firma Elektro Eggert GmbH & Co. KG stehen den Feuerwehrleuten Rede und Antwort zu allen Belangen rund um die Anlagen.

Dennis Lloyd Brätsch

Zunächst erklärten Mitarbeiter die Bestandteile, die eine Anlage ausmachen, im Detail. Für die Brandbekämpfer ist dabei besonders wichtig, an welchen Teilen sie den Strom abstellen können und von welchen Bestandteilen eine erhöhte Gefahr ausgehen kann.

Solarpaneele brennen nicht

Besonders anschaulich wurde in einer Vorführung erklärt, was genau bei einem Brand auf einem Hausdach, oder an einer Solaranlage im Freien, passiert. Dabei klärte das Team rund um Yves Mellenthin von Elektro Eggert auf, dass die Solarpaneele selbst nicht brennen. Lediglich die Beschichtung kann schmelzen, übrig bleibt dann eine reine Glasplatte.

Wie verhalten sich Solarpaneele, wenn es zu einem Brand kommt? Burkhard Miesterfeld von der Feuerwehr und Danilo Reinke von Elektro Eggert erklären.

Dennis Lloyd Brätsch

Eine noch höhere Gefahr, als sie bei einem Brand ohnehin schon herrscht, gibt es dabei nicht. Nur der Strom, der auch im Brandfall noch fließen kann, wird zur Herausforderung. Hier gilt es, an den elektrischen Anlagen die Notschalter zu betätigen und von noch stromleitenden Elementen Abstand zu halten.

Ein Feuerwehrmann bekämpft den Brand mit Löschschaum.

Dennis Lloyd Brätsch

Übung war ein voller Erfolg

Burkhard Miesterfeld vom Kreisfeuerwehrverband Märkisch-Oderland, der die Übung mit organisiert hat, zeigt sich zufrieden. „Die Übung ist gut verlaufen“, teilte er vor Ort mit und freut sich über die Anteilnahme sämtlicher Feuerwehren aus dem Landkreis. „Das Interesse an einer Schulung zu diesem Thema war offenbar vorhanden“, so der Amtsbrandmeister.

Burkhard Miesterfeld (li) und Yves Mellenthin (re)

Dennis Lloyd Brätsch

Yves Mellenthin, der Geschäftsführer von Elektro Eggert GmbH & Co. KG, zeigt sich ebenfalls erfreut über die Aufgeschlossenheit der Feuerwehren. Auf Nachfrage verrät er, dass weitere Schulungsangebote in diesem Sektor schon geplant sind. Diese werden dann gemeinsam mit dem Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) im Rahmen von Lehrgängen umgesetzt.