Polizei bei Rüdersdorf: Undichter Kanister führt auf Spur einer Diebesbande

Die Feuerwehr rückt in Herzfelde bei Rüdersdorf aus, um auf der Straße ausgelaufenen Kraftstoff zu binden. Der Polizeieinsatz wird jedoch schnell zum Kriminalstück. (Symbolfoto)
Matthias Bein/dpa- Dieselspur in Herzfelde führte am Donnerstagnachmittag zu Einsatz von Feuerwehr und Polizei.
- Ein verlassener weißer Transporter wurde in der Ebereschenstraße gefunden – Fahrer flüchtig.
- Im Fahrzeug: undichter 1000-Liter-Kanister mit Kraftstoff, größere Mengen liefen aus.
- Kennzeichen gehörte nicht zum Transporter und war in Berlin gestohlen; der Wagen war stillgelegt.
- Kraftstoff stammte aus einer Tankstelle in Vogelsdorf, nicht bezahlt. Ermittlungen wegen mehrerer Delikte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine zunächst noch recht harmlos erscheinende mögliche Dieselspur hat am Donnerstagnachmittag (9. Juli) in Herzfelde bei Rüdersdorf zu einem Polizeieinsatz geführt. Sie brachte die Beamten auf die Spur zu einer mutmaßlichen Diebesbande.
Ein weißer Transporter verliert vermutlich Kraftstoff, der die Fahrbahn verunreinigt. Nach dieser Meldung rückte die Feuerwehr in Herzfelde aus, um die ausgelaufenen Betriebsstoffe abzubinden. Auch die Polizei ist im Einsatz.
Sie sucht das Verursacherfahrzeug und macht es schließlich in der Ebereschenstraße ausfindig. Allerdings ist der Transporter verlassen. Weder Fahrer noch mögliche weitere Insassen sind zu entdecken. Ein Zeuge berichtet, dass sie in ein anderes Fahrzeug eingestiegen seien.
Was die Polizei im verlassenen Transporter findet
Daraufhin nehmen die Beamten den Kleintransporter näher unter die Lupe, wie Polizeisprecher Roland Kamenz berichtet. Zunächst finden sie einen undichten, etwa 1000 Liter fassenden Kanister, aus dem größere Mengen Kraftstoff auslaufen.
Doch das ist noch längst nicht alles. An dem Transporter befindet sich ein Kennzeichen, das nicht an das Fahrzeug gehört. Es war wohl in Berlin gestohlen worden. Die Berliner Polizei hatte es zur Fahndung ausgeschrieben. Der Kleintransporter selbst ist stillgelegt.
Weitere Untersuchungen ergeben, dass die etwa 1000 Liter Kraftstoff von einer Tankstelle im nicht weit entfernten Vogelsdorf stammten. Bezahlt wurde allerdings nicht, so Roland Kamenz weiter. Nach dem Tanken türmen die Täter.
Auf ihr Konto kommen damit gleich mehrere Straftaten. Die Polizei ermittelt jetzt wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung, zum Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung sowie wegen Tankbetruges und Bodenverunreinigung.

