Polizei in Rüdersdorf
: Mann schießt mit Schreckschusspistole vom Balkon

Ein Mann schoss in Rüdersdorf vom Balkon seines Wohnhauses aus mit einer Schreckschusspistole. Die Polizei rückte an.
Von
Thomas Gutke
Rüdersdorf
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Ein Mann schoss in Rüdersdorf vom Balkon seines Wohnhauses aus mit einer Schreckschusspistole.Für das Führen einer solchen Waffe benötigt man einen kleinen Waffenschein (Symbolbild).

Carsten Rehder/dpa

Polizeieinsatz in Rüdersdorf (Märkisch–Oderland): Am Donnerstagabend (28.12.) gegen 21.50 Uhr meldeten Zeugen der Polizei, dass ein Mann vom Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Brückenstraße mehrere Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben habe.

„Solche Einsatzlagen bergen immer ein erhöhtes Einsatzrisiko, da man nie genau weiß, was einen erwartet“, erklärt Roland Kamenz, Sprecher der Polizeidirektion Ost. Es seien daher besonders geschulte Einsatzkräfte zum Einsatz gekommen, um Kontakt zu der Person aufzunehmen. „Parallel wurden die polizeilichen Datenbestände abgeprüft, um zu klären, ob es sich um einen Waffenbesitzer handelt“, so Kamenz.

Polizei fertigt Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz

Die Beamten brachten den Mann schließlich dazu, der Polizei die Schreckschusswaffe und die Munition auszuhändigen. Es handelte sich demnach um einen 57–Jährigen, der vor der Abgabe der Schüsse Alkohol getrunken hatte — festgestellt wurde ein Restalkoholwert von 0,8 Promille. Der Beschuldigte habe eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz erhalten.

Für das Führen einer Schreckschusswaffe sei ein kleiner Waffenschein erforderlich und die Nutzung auch nur auf dem eigenen, umfriedeten Grundstück erlaubt, so Roland Kamenz. Nach Angaben der Polizei Brandenburg berechtigt der Kleine Waffenschein nicht dazu, mit Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit — wozu auch abgelegene Orte zählen — zu schießen. Dies gelte auch an Silvester und Neujahr.