So versuchte es ein angeblicher Professor der Charité bei einer Rentnerin mit der Corona-Masche. Er gab vor, dass der Sohn der Frau an Covid-19 erkrankt sei und nur ein neues Medikament sein Leben würde retten können. Dies koste aber 40.000 Euro, die umgehend bezahlt werden müssten.

Paralleler Anruf mit dem Sohn enttarnt Betrüger

Doch erwies sich die Angerufene als clever. Sie sagte dem vorgeblichen Arzt auf den Kopf zu, dass er ein Betrüger sei und beendete kurzerhand das Telefonat. Und wie gut sie damit gefahren war, bewies ein parallel geführter Anruf bei dem tatsächlichen Sohn. Dieser signalisierte direkt, dass er gesund und wohlauf sei.
Eine andere Masche wählte eine Frau, die am späten Vormittag bei einer weiteren Rentnerin ihr Glück versuchte. Der Angerufenen wurde ein großer Bargeldgewinn in Aussicht gestellt, deren Auszahlung nur noch eine Gebühr von 800 Euro verlange. Das könne auch in Form von Gutscheinkarten geschehen, deren Codes dann durchgegeben werden müssten. Doch auch diese Gesprächsteilnehmerin erkannte, was hier gespielt wurde und beendete das Telefonat. Und auch sie machte damit alles richtig, denn ein Glücksspiel, dessen Gewinnausschüttung vorher eine Gebühr fällig werden lässt, existiert wohl nicht.