Radfahren bei Strausberg
: Die besten Touren zwischen Hoppegarten und Buckow

Mit dem Frühling locken Bewegung und Ausflüge. Auch der Wettbewerb Stadtradeln läuft. Das sind einige der schönsten Strecken zum Radfahren rund um Strausberg.
Von
Thomas Berger
Strausberg
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Bei solchen Bedingungen macht das Fahren mit Muskelkraft Spaß - Blick auf Strausbergs neue Fahrradstraße. Doch nicht nur sie lockt Radfahrer, es gibt noch mehr empfehlenswerte Strecken.

Thomas Berger
  • Radfahren rund um Strausberg bietet viele schöne Strecken.
  • Charlotte Henze (96) fährt trotz Herzerkrankung täglich Rad.
  • Ehepaar Sylten fährt täglich 15 km Rundkurs Strausberg-Nord.
  • Beliebte Strecken: ZR1 Eggersdorf-Altlandsberg, Radweg von Hoppegarten nach Müggelsee.
  • Rüdersdorf plant Lückenschluss Radweg Hennickendorf-B1.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es mag unterschiedliche Gründe geben, sich auf den Fahrradsattel zu schwingen – den einen treibt die Lust auf einen Ausflug, der andere fährt mit dem Rad zur Arbeit, ein Dritter will am Feierabend noch etwas für Fitness und Gesundheit tun. Oft aber stellt sich dann die Frage – welche Strecken mit gut ausgebauten Abschnitten sind besonders lohnenswert, welche Straßenabschnitte sollte man eher meiden?

Für die mittlerweile 96-jährige Charlotte Henze, lange in Rehfelde zu Hause und mittlerweile in Strausberg lebend, ist Radfahren eine Passion. Seit vielen Jahren ist die sportliche Seniorin weithin bekannt, bei regionalen Fahrten der Tour de MOZ ebenso Stammgast wie eine der fleißigsten Teilnehmerinnen beim Stadtradeln. Obwohl sie eine Herzerkrankung habe, „rät mir auch mein Kardiologe, weiter täglich aufs Rad zu steigen“. Sie hat nicht nur eines – je nach Strecke und Anlass, wechselt die Ausnahme-Radlerin zwischen Treckingrad, Mountainbike oder Rennrad. Meist geht es ab 20 Kilometer Tagesdistanz bei ihr erst richtig los.

Paar aus Strausberg empfiehlt diesen Rundkurs

Zu denen, die regelmäßig mit dem Rad unterwegs sind, gehört das Strausberger Ehepaar Ilona und Andreas Sylten. Beim diesjährigen Sattelfest am 27. April im Sport- und Erholungspark hatten die beiden natürlich auch vorbeigeschaut. Sie machen gern Fahrrad-Ausflüge in die Umgebung bis Altlandsberg, Rüdersdorf und Buckow. Fest vorgenommen haben sie sich, als überschaubare sportliche Einheit jeden Tag mindestens 15 Kilometer zu radeln.

Dafür haben sie sich eine gut geeignete Route mit dem Rundkurs Strausberg-Nord über Hohenstein und Klosterdorf im Bogen zurück an den Ausgangspunkt ausgesucht. Besonders schön fährt es sich auf dem straßenbegleitenden Radweg, der erst vor wenigen Jahren entlang der L34 vom Ortsausgang Strausberg bis nach Hohenstein gebaut wurde – vorbei an Feldern und Wiesen, kurze Etappen auch im Schatten kleiner Waldstücke. Auf dem folgenden Teilstück bis Klosterdorf müssen die Radler auf der Ortsverbindungsstraße die Fahrbahn nutzen – eher selten kommen dort aber Autos entgegen oder drängeln sich vorbei. Bis zum Endbahnhof der S-Bahnlinie S5 ist es noch das kleine Teilstück des touristischen Radwegs ins Oderbruch.

Ob einzeln oder in Gemeinschaft: Radfahren ist gesund und erlebnisreich, kürzlich beim Sattelfest gefeiert. Eine besonders schöne Strecke hat Doppeldorf-Bürgermeister Marco Rutter (r.) teilweise im Ortsgebiet mit dem ZR1-Abschnitt Eggersdorf nach Altlandsberg.

Thomas Berger

Sehr beliebt: Eggersdorf-Altlandsberger Teilstück des ZR1

„Schön ist es auch, nach Altlandsberg durch den Wald zu fahren“, sagt Andreas Sylten. Viele Radfahrer aus der Region schätzen in der Tat das bestens ausgebaute Teilstück des ZR1 (in Hönow startender Zubringer zum europäischen Fernradweg R1) zwischen Eggersdorf und der Ackerbürgerstadt ganz besonders. Selbst Hoppegartens Bürgermeister Sven Siebert gerät bei diesem Abschnitt von der Überquerung des Mühlenfließes durch das Waldstück und an der vielgestaltigen Altlandsberger Feldmark vorbei ins Schwärmen – ebenso Burkhard Gerth von der Initiativgruppe IGZ Marzahn-Hellersdorf, der viele Radfahrstrecken in ganz Ostbrandenburg kennt.

Was auf dieser Strecke bestens gelöst ist, fehlt andernorts zum Teil noch: Der Bruchmühler Michael Türpe etwa vermisst nachdrücklich einen separaten Radweg am Straussee entlang der vielbefahrenen Umgehungsstraße. Sehr gut fahre sich aber im Anschluss der vor einigen Jahren gebaute Radweg vom Nordkreisel am Burghotel The Lakeside vorbei bis Gielsdorf.

Wer noch weiter will ins Obstbau-Dorf Wesendahl, muss sich auf der Straße aber die Fahrbahn mit dem Autoverkehr teilen, der zumindest zu einigen Tageszeiten etwas zunehmen kann. Türpes besonderer Tipp ist die Strecke von Hoppegarten nach Berlin-Friedrichshagen mit dem Müggelsee: „Das ist ein wunderschöner Weg“, gern auch in etwas größerer Gruppe zu radeln.

Lückenschluss bei Hennickendorf in Vorbereitung

Rüdersdorfs Bürgermeisterin Sabine Löser sitzt ebenfalls nicht nur aus Anlass von Sattelfest oder Stadtradeln gern mal auf dem Drahtesel. Ihre Gemeinde hatte zuletzt für mehr Sicherheit der Radler den Lückenschluss zwischen Alt-Rüdersdorf und Herzfelde gebaut. Auch weiter nach Hennickendorf und Strausberg fährt es sich gut – problematisch sei lediglich das wenige Hundert Meter umfassende Teilstück zwischen Torfhaus und dem Stadteingang beim Wohngebiet Neue Mühle. Da kann es in den etwas engen Kurven auf der Fahrbahn mit reichlich Autos auch schon mal gefährlich werden. Ein Radweg entlang der Berliner Straße von Hennickendorf bis zur Einmündung auf die B1 sei zwar geplant, werde sich wegen eines eigenen Planverfahrens abseits des laufenden Straßenbaus aber noch etwas verzögern, so Löser.

Der europäische Fernradweg R1 (hier auf Rehfelder Gebiet zwischen Werder und Zinndorf) erfüllt höchste Ansprüche und führt ein längeres Stück durch MOL.

Thomas Berger

Das Land wolle ebenfalls weiter in Radwege investieren, hatte Staatssekretärin Ina Bartmann bei der Einweihung der neuen Radfahrstraße in Strausberg verkündet. Noch ist aber unklar, wann etwa der seit Jahren geforderte Lückenschluss an der B1/B1 kommt. Von Herzfelde über Lichtenow gibt es einen Radweg entlang der Bundesstraße bis zum Abzweig Kienbaum, von Müncheberg aus bis zum Ortsteil Hoppegarten.

Das Zwischenstück fehlt bisher. Exzellente Bedingungen und viele landschaftliche Reize finden Radfahrer aber durchgängig auf dem schon erwähnten R1, der von Kagel kommend bei Lichtenow auf Märkisch-Oderländer Gebiet wechselt, weiter über Zinndorf, Rehfelde und Garzau-Garzin bis Buckow, Drei Eichen und Münchehofe führt.