Lange Zeit mussten auch die Radsportler warten, um nun wieder Wettbewerbe austragen zu können. Und so war der Gastgeber RSG Sprinter Fredersdorf sehr zufrieden, dass 59 Sportler zum dritten Lauf um den Kreis-Cup antraten.
„Es ist alles längst noch nicht so, wie vor der Corona-Krise. Auch deshalb haben wir diesmal die Berliner Vereine nicht mit eingeladen“, erklärte Andreas Wedler, Vereins-Chef der RSG Sprinter. „Der Aufwand wäre einfach zu hoch. Zur Sicherheit haben wir die Veranstaltung bei den zuständigen Ämtern angemeldet und auch ein Hygiene-Konzept vorgelegt. Es gab keine Probleme, da die Sportler unter 27 Jahren alt sind und die dürfen ohne einen Mindestabstand Sport treiben. Das macht die Regelauslegung der aktuell gültigen Eindämmungsverordnung möglich, die das Land Brandenburg herausgegeben hat.“
Nach Ende der Sommerferien wurde bei der Mehrzahl der Vereine das Training wieder aufgenommen. Immer dienstags und donnerstags findet ab 17 Uhr das Radsporttraining der RSG Sprinter auf der Radrennbahn in Fredersdorf statt.

Guter Besuch in Fredersdorf

Ein buntes Bild bot sich den zahlreichen Besuchern auf der Radrennbahn, denn die Radsportler kamen aus Strausberg, Frankfurt, Fürstenwalde und vom Gastgeber. Auch für die Trainer war es ein wichtiger Termin, da durch die lange Trainingspause keiner so recht sagen konnte, wie der tatsächliche Leistungsstand der Schützlinge so ist. Zum Beispiel Gina Haberecht, die am Wochenende mit dem Team RG Brandenburg/Berlin im Rahmen der Junioren-Bundesliga in Genthin mit an den Start gehen wird. Sie hat zusätzlich schwierige Wochen hinter sich, denn nach einem Unfall beim Training, sie wurde von einem Auto angefahren, galt es, langsam wieder in Form zu kommen. Sie fuhr in Fredersdorf im Sprint über die 500 Meter und zeigte sich, wie auch Vater und Trainer Sven Haberecht, nach dem Umlauf ganz zufrieden.
In erster Linie war es aber ein Talente-Treffen. Wie etwa Anika Trawny. Die Elfjährige fährt seit zwei Jahren Rennrad und hatte nahezu ihre ganze Familie zum Anfeuern mitgebracht. „Ich wollte unbedingt Sport treiben. Zunächst hatte ich es mit der Leichtathletik versucht.“ Wie viele Radsportfreunde freut sich auch das Talent, dass die Tour de France gestartet wurde. „Na klar, schaue ich da auch mal hin“, sagte sie nach dem Wettkampf, mit dem sie durchaus zufrieden war. Auch die Großmutter Ilona Trawny war da. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Radsports in Fredersdorf und kennt die Bahn seit der Einweihung im Jahr 1954 sehr gut. Sozusagen alle Höhen und Tiefen der Anlage hat sie miterlebt. Im Starterfeld tauchte der Name ein weiteres Mal auf, denn auch Janik kämpfte in der Rubrik U15 um gute Rundenzeiten. Am 19. September folgt schon der nächste Termin in Fredersdorf. Es werden dann Mannschaftssprints, Ausscheidungsrennen sowie Zweier-Punktefahren gestartet.

Abschluss in Fürstenwalde

Abschließender Höhepunkt der Kreismeisterschaft ist in diesem Jahr in Fürstenwalde am 3. Oktober. Dort wird es ein Kriterium geben, bei dem dann wieder die Vereine aus Märkisch-Oderland, Frankfurt  sowie aus dem Landkreis Oder-Spree an den Start gehen werden.