Straussee: Großer Steg statt Wasserbalkon

Spaziergänger am Strausseeufer: Sie sollen an dieser Stelle künftig von einem Steg übers Wasser schauen können.
Jens SellDie Spielplatzbereiche auf dem Fichteplatz für Klein– und größere Kinder sind seit 2017 saniert worden. Nun sollte der 3. Bauabschnitt, die Ufersanierung des Straussees, folgen. Doch das ursprünglich beauftragte Planungsbüro Lechner Landschaftsarchitekten aus Berlin hat das Handtuch geworfen, aus personellen Gründen, wie es hieß. Die im Mai 2017 vorgestellte Entwurfsplanung sah einen Wasserbalkon vor, ein touristisches Highlight an dieser stark frequentierten Stelle des Straussees. Der Fachbereich Technische Dienste akquirierte umgehend ein Planungsbüro, das einspringen konnte — das Strausberger Büro für Landschaftsarchitektur Silke Cinkl. Sie passte die Planung den aktuellen Gegebenheiten an. Weil der geplante Wasserbalkon mittlerweile hinter der Wasserlinie liegen würde, wird er durch einen Steg ersetzt. Dessen Pfosten am Ende, so versicherte Bürgermeisterin Elke Stadeler im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr, sollen im Wasser stehen. Der Steg soll vier mal zwölf Meter groß sein und mit rutschfestem Kunststoff beplankt und mit Sitzbänken bestückt werden. Auch soll er für Rollstuhlfahrer barrierefrei befahrbar sein. Silke Cinkl hat die Planung des 3. Bauabschnittes an einigen weiteren Stellen modifiziert, wodurch unterm Strich rund 22 000 Euro eingespart würden. Das ganze Projekt wird aus dem Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ zu je einem Drittel vom Bund, vom Land und von der Stadt finanziert.